Zum ersten Mal in der Geschichte führten Forscher der University of Southern California ein Experiment durch, um Veränderungen im Gehirn zu beobachten, wenn sich neue Empfindungen bilden und Erinnerungen darin gebildet werden. Sie verfolgten ein gutes Ziel, die Merkmale der Entstehung der sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung im Gehirn zu untersuchen. Leider waren die Ergebnisse entmutigend - unser Wissen reicht noch nicht aus, um ein so komplexes Problem zu lösen.
Als Versuchsobjekte nahmen die Wissenschaftler junge Zebrafisch-Aquarienfische, weil ihre Körper in jungen Jahren fast durchsichtig sind. Zur einfacheren Beobachtung modifizierten sie das Fischgenom, indem sie fluoreszierende Marker hinzufügten, die unter dem Einfluss von Nervenaktivität aktiviert werden. Da wir über das Studium von Stressbedingungen sprechen, wurden die Fische darauf trainiert, einen konditionierten Reflex zu bilden - als die Beleuchtung eingeschaltet wurde, begann sich das Wasser im Aquarium gefährlich zu erwärmen. In Zukunft schalteten Wissenschaftler einfach das Licht ohne Heizung ein und beobachteten, was im Gehirn der Fische passierte.
Fast sofort tauchten zwei Schwierigkeiten auf. Erstens haben Fische keine Amygdala, daher ist es schwer zu wissen, welcher Teil des Gehirns emotionale Signale verarbeitet. Zweitens sahen die Wissenschaftler anstelle der erwarteten systematischen Bildung neuer Nervenbahnen eine fast chaotische Zunahme von Nervenverbindungen. Sie konnten die synaptische Reorganisation in Echtzeit beobachten, aber es war ihnen noch nicht möglich, Muster zu erkennen und zu interpretieren.
2022-03-07 17:56:10
Autor: Vitalii Babkin