Apple gab am Donnerstag bekannt, dass Nachrichtenverleger, die ihre Inhalte in Apple News veröffentlichen, Anspruch auf eine Reduzierung der Abonnementgebühren von 30 bis 15 Prozent haben. Der Schritt ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Apple aufgrund der Kritik von Softwareentwicklern, Wettbewerbern und Aufsichtsbehörden Ausnahmen von seiner 30-prozentigen In-App-Einbehaltungsgebühr macht.
Zur Erinnerung: Apple News ist eine iPhone-App, die Benutzern Zugriff auf Tonnen von Nachrichtenquellen in einer einzigen Oberfläche bietet. Laut Apple hat der Dienst monatlich rund 125 Millionen aktive Nutzer. Die App ist Teil des wachsenden Dienstleistungsgeschäfts des Unternehmens, das im letzten Quartal rund 21 % des Umsatzes von Apple ausmachte.
Um den Rabatt zu erhalten, müssen sich Publisher für ein neues Programm namens News Partner Program bewerben. Als Teil davon müssen sie Apple alle ihre Inhalte im bevorzugten Dateiformat zusammen mit Metadaten und anderen Serviceinformationen zur Verfügung stellen. Verlage müssen auch in den Märkten, in denen Apple News verfügbar ist, stark vertreten sein.
Verlage können sich ab Donnerstag auf der Apple-Website für das Programm bewerben. Programmteilnehmer können dem Unternehmen im ersten Jahr eine reduzierte Provision von 15% zahlen. Dies gilt sowohl für Abonnements, die über Apple News initiiert wurden, als auch für eigene Apps der Herausgeber.
Es ist erwähnenswert, dass Nachrichten-Apps bei weitem nicht die lukrativsten im App Store sind. Nach Angaben des Forschungsunternehmens Sensor Tower in den USA betrug der Gesamtumsatz der zehn größten Verlage, darunter The New York Times, Bloomberg und das Wall Street Journal, in den ersten sieben Monaten dieses Jahres etwas mehr als 68 Millionen US-Dollar.
2021-08-27 09:41:00
Autor: Vitalii Babkin