Das bekannteste der Mini-Single-Board-Systeme ist zweifellos der Raspberry Pi. Es gibt jedoch viele Alternativen zum Raspberry Pi. Darunter auch LattePanda, und erst kürzlich haben die Entwickler eine Spendenaktion für LattePanda 3 Delta angekündigt, ein Board mit sehr interessanten Eigenschaften.
Einplatinen-Minisysteme erfreuen sich sowohl in Amateur- als auch in kommerziellen Projekten bereits großer Beliebtheit – für eine Reihe von Aufgaben reicht ihre Leistung mehr als aus, gleichzeitig sind sie kompakt und verbrauchen wenig Energie. ARM-Lösungen haben ihre Grenzen, aber es gibt x86-basierte Optionen, die mit einer beträchtlichen Menge an Software kompatibel sind.
Obwohl auf Kickstarter das Fundraising für die Veröffentlichung von LattePanda 3 Delta gerade erst begonnen hat, sind bereits mehr als 74.000 US-Dollar eingegangen (zum Zeitpunkt des Schreibens) mit einem erklärten Ziel von 40.000 US-Dollar, was von der Popularität des Projekts zeugt. Sie können das neue Produkt ab sofort zum Preis von nur 199 US-Dollar bestellen, später steigt der Mindestpreis auf 229 US-Dollar. Der Lieferstart ist für das kommende Frühjahr geplant.
Das neue Produkt verwendet einen 10-nm Intel Celeron N5105 (Jasper Lake) Prozessor mit einem Verbrauch von 10 Watt. Obwohl er zur "vegetable"-Reihe gehört, hat dieser Chip gute Eigenschaften: 4 Tremont-Kerne mit einer Taktung von bis zu 2,9 GHz, 4 MB L3-Cache, zwei LPDDR4 (X) -2933 Speicherkanäle und 24 UHD-Grafikeinheiten. Der neue LattePanda bietet bis zu 8 GB LPDDR4-Speicher und ein eMMC-Flash-Laufwerk von bis zu 64 GB. Es wird Unterstützung für Wi-Fi 6 (bis zu 2,4 Gbit/s) und USB 3.2 Gen2 (10 Gbit/s) erhalten.
Die Entwickler versprechen einen Leistungszuwachs gegenüber der Vorgängergeneration von bis zu zweimal bei der CPU und bis zu dreimal bei der GPU. Darüber hinaus behauptet LattePanda 3 Delta, das dünnste Single-Board-System zu sein, da seine Dicke zusammen mit dem Kühler nur 16 mm betragen wird. Interessant ist auch die Erweiterbarkeit: Das Board erhält 42 verschiedene Schnittstellen, einen Arduino "Coprozessor" und sogar einen 2 W pro Kanal Audioverstärker.
2021-11-03 19:58:39
Autor: Vitalii Babkin