Adobe will der Verbreitung von visuellen Fehlinformationen im Web entgegenwirken, indem es Metadaten über die Herkunft von Bildern hinzufügt. Dies hilft nicht nur, echte Fotos von Fälschungen zu trennen, sondern auch die Urheberschaft des Inhalts zu bestätigen.
Das Projekt Adobe Content Authenticity Initiative (CAI) wurde erstmals im Jahr 2019 eingeführt, woraufhin das Unternehmen technische Dokumentationen zu der Technologie veröffentlichte, das System in seine eigene Software integrierte und es bei Partnerunternehmen aktiv bewirbt. Jetzt hat Adobe die Veröffentlichung einer Reihe von Open-Source-Softwaretools angekündigt, die aus drei Teilen bestehen: einem JavaScript-SDK, mit dem Sie die Anzeige von Informationen zu Inhalten in Browsern organisieren können, einem Befehlszeilendienstprogramm und einem Rust-SDK zum Erstellen von Anwendungen für den Desktop Computer sowie mobile Geräte - solche Software hilft Ihnen, Inhalte mit einem genauen Link zum Autor zu erstellen oder Daten über die Ersteller von Inhalten anzuzeigen.
Während die EXIF-Daten von Dateien hauptsächlich Informationen über Blende und Verschlusszeit enthalten, zeichnet der neue Standard auch detaillierte Informationen über die Erstellung der Datei auf, einschließlich der genauen Erstellung und Bearbeitung. Es wird erwartet, dass diese Metadaten bald in sozialen Medien, Bildbearbeitungsprogrammen und Nachrichtenseiten einsehbar sein werden.
Der C2PA-Standard ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen CAI und Partnern wie Microsoft, Sony, Intel, Twitter, Nikon und bekannten internationalen Publikationen. Mit einer Reihe von Softwaretools kann jede Medienplattform den Code in ihre Website integrieren, sodass jeder die Bilddaten anzeigen kann.
Das Hauptziel von CAI ist die Bekämpfung von Fehlinformationen im Internet. Gleichzeitig können Autoren von Inhalten, deren Werke gestohlen und zum Verkauf angeboten werden, auch Nutznießer des neuen Systems werden – mit der Entwicklung des NFT-Marktes ist dies zu einem großen Problem geworden. Es ist bekannt, dass auch Unternehmen, die neuronale Netze und ähnliche Systeme betreiben, an CAI interessiert sind. Die Integration von Metadaten in computergenerierte Bilder wird sie von ursprünglichen menschlichen Kreationen unterscheiden. Adobe behauptet, dass die neuen Metadaten im Gegensatz zu EXIF viel schwieriger zu entfernen sind und selbst nach dem Entfernen mit Adobe-Diensten ziemlich einfach wiederhergestellt werden können.
Das Unternehmen glaubt, dass Menschen mit bösen Absichten immer einen Weg finden werden, andere zu täuschen, aber der durchschnittliche Benutzer wird endlich mehr Informationen über die Herkunft der Bilder erhalten. Jetzt ist die größte Herausforderung für das Unternehmen die weit verbreitete Einführung von Technologie – je mehr große Akteure im Medienbereich sie übernehmen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschen zuverlässige Informationen erhalten.
2022-06-14 14:13:22
Autor: Vitalii Babkin