Die Zahl der Projekte auf Basis des Raspberry Pi ist unübersehbar – diese kleinen, sparsamen, aber durchaus leistungsstarken Mikrocomputer sind so beliebt. Sie haben ihre Nachteile, zum Beispiel die fehlende "native" Unterstützung für NVMe-Laufwerke, aber viele Hardware-Entwickler bieten einige Lösungen an, um die Mängel der "Raspberry" zu beseitigen.
Neben gängigen DIY-Projekten wird der Raspberry Pi häufig zum Aufbau kostengünstiger Cluster-Systeme verwendet. Natürlich ist die Netzwerkbandbreite auf 1 Gbit/s begrenzt, aber der wichtigere Nachteil ist die fehlende Unterstützung für SSDs out of the box. Der Einsatz von Speicherkarten oder USB-Sticks ist nicht immer sehr erfolgreich: Solche Lösungen unterscheiden sich nicht in der Leistung und nutzen sich bei aktiver Nutzung recht schnell ab.
Aber das neue Uptime Lab CM4 Blade umgeht die Einschränkungen. Mit Unterstützung des kompakten Compute Module 4 können Crimson Cluster noch kompakter gestaltet werden. Es ist bereits ein 1U-Gehäuse in der Entwicklung, das 16 dieser "Blades" aufnehmen kann, was insgesamt 64 ARMv8-Kerne, bis zu 128 GB LPDDR4-3200-RAM (bei Verwendung von Versionen mit 8 GB RAM) und mehr als 16 TB ergibt des Festplattenspeichers.
Die Neuheit ist sehr funktional. Das darauf installierte Raspberry Pi Compute Module 4 erhält folgende Funktionen:
M.2-Steckplatz mit NVMe-Unterstützung;
TPM 2.0;
Gigabit-Ethernet-Controller mit PoE+-Unterstützung;
Lüfteranschluss mit PWM-Unterstützung;
HDMI-, USB 2.0- und USB-C-Anschlüsse;
EMMC-Firmware-Unterstützung;
MicroSD-Steckplatz (nur für CM4 Lite-Module);
UART- und GPIO-Anschlüsse, RTC- und Zymkey 4i-Module werden unterstützt;
System-ID und NVMe-Aktivitätsindikatoren.
Aufgrund der Verwendung einer einzelnen PCI-Express-2.0-Leitung sollten Sie natürlich keine Aufzeichnungen von einem NVMe-Laufwerk erwarten. Die ungefähre Leistung beim Lesen wird laut Jeff Geerling etwa 400-415 MB / s betragen, was jedoch eine Größenordnung schneller ist als die Indikatoren des eingebauten eMMC, dessen Limit im Bereich von liegt 45 MB/s.
Als TPM-2.0-Modul kommt der Infineon SLM9670-Chip zum Einsatz, der mit Embedded Linux TPM Toolbox 2 kompatibel ist. Einen Secure Boot Support gibt es noch nicht, da das Modul noch nicht für die Kommunikation mit dem Raspberry Pi Bootloader trainiert wurde.
2021-08-08 09:14:43
Autor: Vitalii Babkin