Es stellt sich heraus, dass das Unternehmen von Elon Musk seit 2021 Powerwall-Heimbatterien in Häusern auf der Insel Miyako im Ryukyu-Archipel installiert, ohne dies groß öffentlich zu machen. Nun, da die Zahl 300 überschritten hat, hat Tesla sie zu Japans größtem privaten virtuellen Kraftwerk zusammengefasst.
Virtuelle Kraftwerke sind ein Netzwerk aus dezentral verbundenen Solarmodulen und Batterien, die Bürger in ihren Privathäusern installieren. Sie schließen einen Vertrag ab, um überschüssige Energie bei Lastspitzen und Stromausfallgefahr in das lokale Stromnetz einzuspeisen. Traditionell werden für diese Zwecke Gas-Peak-Kraftwerke eingesetzt.
Auf der Insel Miyako kommt es regelmäßig zu Stromausfällen aufgrund von Taifunen. Laut Verge installiert das örtliche Energieunternehmen Miyakojima Mirai Energy kostenlose Solarmodule für die Bewohner, um zu verhindern, dass den Menschen bei Naturkatastrophen das Licht entzogen wird.
Im Rahmen einer Partnerschaft mit Miyakojima Mirai Energy installierte Tesla 300 Powerwall-Batterien auf der Insel. Bis Ende des Jahres soll ihre Zahl um weitere 400 Einheiten steigen, 2023 sollen weitere 600 Batterien hinzukommen. Das Unternehmen plant dann, in den Rest der Präfektur Okinawa zu expandieren und viele kleinere Inseln abzudecken.
Tesla hat bereits zwei virtuelle Kraftwerke, eines in den USA, in Kalifornien, eines in Australien, und es wird daran gearbeitet, ein drittes in Texas zu errichten. In Kalifornien erhalten Powerwall-Besitzer 2 US-Dollar für jede Kilowattstunde, die sie während eines Notfalls oder bei hoher Last ins Netz einspeisen. Seine Gesamtleistung beträgt 16 MW.
Sie bauen auch ein eigenes virtuelles Kraftwerk aus Powerwall-Batterien auf Hawaii. Zusammen mit Solarenergie werden Batterien ein verteiltes System von 80 MW oder 100 MWh schaffen. Das neue dezentrale Kraftwerk soll rund 6.000 Haushalte mit sauberer Energie versorgen.
2022-08-30 16:10:34
Autor: Vitalii Babkin