Das Sony Computer Science Laboratory (CSL) und die Japan Space Agency (JAXA) führten ein Experiment durch, um Daten aus der Stratosphäre ins All und zurück zu übertragen. Das Ergebnis wurde als vielversprechend angesehen, da die Forscher die Datei mit 446 Mbps übertragen konnten.
Die Datenübertragung im Weltraum wird durch erhebliche Entfernungen, Verzögerungen und Sonneneinstrahlung behindert, die das Signal beeinträchtigen können. Diese Probleme führten zur Gründung der Interplanetary Networking SIG, die die Delay Tolerant Network (DTN)-Technologie entwickelte. Sie soll trotz aller Weltraumprobleme die Leistungsfähigkeit des Internets sicherstellen. Insbesondere löst DTN das Problem des Verschwindens von Netzwerkknoten über den Horizont, indem die Verbindung nicht unterbrochen wird, wenn Datenpakete lange brauchen, um ihr Ziel zu erreichen.
JAXA und Sony CSL übernahmen die Aufgabe, den Betrieb von DTN bei der Übertragung von Daten aus der Stratosphäre in den erdnahen Orbit über eine optische Verbindung zu simulieren. Die Organisationen gaben nicht viele Details zu ihrem Experiment bekannt, sagten jedoch, dass eine Technologie namens Forward Error Correction (FEC), eine von Blu-ray entlehnte Laserlesetechnik, zur Übertragung der Daten verwendet wurde. FEC wurde bereits im Weltraum als Teil eines Experiments namens Small Optical Channel für die Internationale Raumstation eingesetzt. In seinem Rahmen wurde im März 2020 eine Kommunikationsleitung mit einer Geschwindigkeit von 100 Mbit/s zwischen der Erde und der ISS installiert.
Das neue Experiment zeigte jedoch ein besseres Ergebnis. JAXA und Sony CSL konnten Datenübertragungsraten von 446 Mbps bereitstellen. Organisationen sehen die Zukunft der Internetkonnektivität im Weltraum in der Nutzung von Satelliten mit Kommunikationsterminals im erdnahen Orbit oder unbemannten Luftfahrzeugen, die Daten aus der Stratosphäre übertragen.
2022-01-28 15:01:38
Autor: Vitalii Babkin