Die japanische Holding Sony Group hat sich für den Einstieg in den Weltraumkommunikationsmarkt entschieden und gründet dafür einen neuen Geschäftsbereich - Sony Space Communications (SSC). Die Tochtergesellschaft übernimmt die Entwicklung von Hochleistungslasern für satellitengestützte optische Kommunikationssysteme. Laut Reuters werden Laser von Sony eine ultraschnelle Datenübertragung zwischen Raumfahrzeugen und Bodenstationen ermöglichen, was wiederum die Qualität der Kommunikation sowohl im kommerziellen als auch im Verbrauchersektor verbessern wird.
Wie Sony erklärte, befinden sich derzeit etwa 12.000 verschiedene Satelliten im Orbit um die Erde, und in den kommenden Jahren werden es noch mehr werden. Solche Geräte beruhen typischerweise auf der Übertragung von Informationen mittels Funkwellen – eine effektive Lösung in der jüngeren Vergangenheit, aber zu primitiv für moderne Elektronik. Um dieses Manko zu beheben, hat der Hersteller SSC gegründet, das einen Durchbruch bei der schnellen Datenübertragung verspricht.
„Um die Kommunikation mit der Erde in Echtzeit zu unterstützen, müssen neben erheblicher Energie und Antennen auch Satelliten mit niedriger Umlaufbahn im Sichtfeld der Bodenstation sein, nur zu diesem Zeitpunkt ist eine Kommunikation möglich. Außerdem benötigen Unternehmen Lizenzen für Funkwellen. Ein erheblicher Energieverbrauch für die Übertragung im Funkbereich ist ein ernsthaftes Problem für Mikrosatelliten. Wir können all dies mit Hilfe von laseroptischen Kommunikationssystemen lösen“, sagte SSC-Präsident Kyohei Iwamoto.
SSC-Ingenieure arbeiten an optischen Kommunikationssystemen, die traditionelle Funkwellen eliminieren werden. Solche Systeme haben viele Vorteile – sie sind kompakt, energieeffizient, benötigen keine großen Antennen auf Satelliten, was wiederum ihr Gewicht reduziert, wenn sie in die Umlaufbahn gebracht werden, und damit die Startkosten. Nun, und was am wichtigsten ist, sie ermöglichen Ihnen, Daten nicht nur zwischen den Satelliten und Bodenstationen zu übertragen, sondern auch zwischen Satelliten direkt im Orbit, was einen schnellen Zugriff auf jedes Gerät ermöglicht, auch wenn es sich gerade außerhalb der Sichtlinie befindet die Kontrollstation.
Spezifische Einzelheiten darüber, wie diese Technologie funktioniert, werden nicht offenbart. Sony stellte fest, dass das Unternehmen solche Systeme schon lange testet, und der Start des ersten Prototyps erfolgte im Jahr 2020, als der IT-Riese hochauflösende Bilder mit einem Laser von der Internationalen Raumstation zu einer Bodenstation in Japan übertrug .
2022-06-06 14:03:49
Autor: Vitalii Babkin