SK hynix hat den Beginn der Auslieferung von Mustern der branchenweit ersten 24 Gigabit (3 GB) DDR5-Speicherchips angekündigt. Auf deren Basis lassen sich DDR5-Speichermodule mit einem Volumen von 48 und sogar 96 GB erstellen. Solche Lösungen können beispielsweise in Serversystemen der neuen Generation eingesetzt werden, die auf den kommenden AMD Genoa- und Intel Sapphire Rapids-Prozessoren basieren.
SK hynix verwendet die 1α (10-nm-Klasse) Prozesstechnologie für 24-Gigabit DDR5-Speicherchips, die auf dem Einsatz von Lithografie im ultravioletten (EUV) und fernen (DUV) Ultraviolett beruht. Nach Angaben des Unternehmens kann die neue Technologie die Produktionseffizienz um bis zu 33 % steigern, was auf eine deutliche Erhöhung der Speicherdichte durch die neue Prozesstechnologie hinweist. Da es sich um DDR5-Speicher handelt, werden die neuen Chips auch dazu beitragen, den Gesamtstromverbrauch des Systems zu reduzieren, indem sie mit einer niedrigeren Spannung betrieben werden.
Die ersten Produkte auf Basis der neuen 24-Gigabit-DDR5-Speicherchips werden 48-GB- und 96-GB-Registerspeichermodule (RDIMMs) mit ECC-Unterstützung für Serverstationen der nächsten Generation sein. Künftig kann das Unternehmen auch achtlagige (8-Hi) Speicherchips mit einer Kapazität von 24 GB entwickeln. Darauf basierend können Speichermodule mit einer Kapazität von bis zu 768 GB erscheinen. Samsung arbeitet übrigens auch in diese Richtung, hat aber noch nicht die Veröffentlichung von Mustern seiner Produkte angekündigt.
Wann die neuen 24-Gigabit-DDR5-Speicherchips in normalen Consumer-PCs zum Einsatz kommen, hat SK hynix nicht angegeben. Nach Angaben des Speicherherstellers werden die ersten Käufer von 48-GB- und 96-GB-DDR5-Speichermodulen Besitzer von Hyperscale-Cloud-Servern sein. Bislang liefern weder Intel noch AMD Serversysteme der Enterprise-Klasse mit Unterstützung für DDR5-Speicher (wird nächstes Jahr erwartet), so dass der erste Partner von SK hynix in diesem Bereich beispielsweise Amazon Web Services sein könnte, die kürzlich eingeführt wurden ein neuer Arm-Prozessor Graviton3 mit DDR5-Unterstützung.
Gleichzeitig betonte SK hynix, dass das Unternehmen bereits mit Intel an der Kompatibilität der neuen Speicherchips und darauf basierenden DDR5-Module mit den kommenden Sapphire Rapids Serverprozessoren arbeite.
2021-12-15 20:29:01
Autor: Vitalii Babkin