Anders als der Rivale Samsung Electronics wirbt das südkoreanische Unternehmen SK hynix nicht wirklich für die Präsenz einer auf die Auftragsfertigung von Chips spezialisierten Division in seiner Struktur. Sie begnügt sich mit der Verarbeitung von 200 mm Siliziumwafern und stellt hochspezialisierte Produkte her. Die Übernahme von Key Foundry wird es dem koreanischen Unternehmen ermöglichen, seine Kernproduktionskapazität zu verdoppeln.
Wie Reuters feststellte, ist der koreanische Speicherhersteller bereit, zum aktuellen Wechselkurs rund 492 Millionen US-Dollar für das Vermögen von Key Foundry auszugeben. Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Leistungselektronik, Displaytreibern und Mikrocontrollern spezialisiert. Anfang des Jahres wurde SK hynix Minderheitsaktionär von Key Foundry und wird nun die volle Kontrolle über das Unternehmen übernehmen.
Es ist nicht auszuschließen, dass SK hynix durch den Ausbau des Vertragsgeschäfts versuchen wird, sowohl seine Aktivitäten noch stärker zu diversifizieren als auch seine Position im Segment der Automobilelektronik zu stärken. Die wachsende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und Autopilotsystemen lockt viele Akteure in das Segment. Taiwans Foxconn zum Beispiel will bis 2025 fünf bis zehn Prozent des Weltmarktes für Auftragsdienstleistungen für die Produktion von Elektrofahrzeugen kontrollieren.
2021-10-29 17:07:56
Autor: Vitalii Babkin