Siemens und NVIDIA haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um eine industrielle Metaverse zu schaffen, eine erweiterte virtuelle Realität für Unternehmen, die die Kosten für den Betrieb von Fabriken und Gebäuden senken und die Entwicklung neuer Produkte beschleunigen wird. Es wird erwartet, dass die Lösung Unternehmen jeder Größe, einschließlich kleinen Unternehmen, zur Verfügung steht. Die Dienste werden auf SaaS-Abonnementbasis angeboten.
„Das Industrial Metaverse ist ein immersiver digitaler Echtzeit-Zwilling. Es ist fotorealistisch, basiert aber gleichzeitig auf Physik. Damit zeigt der Zwilling nicht nur, wie er in Echtzeit aussieht, sondern auch, wie er sich in der realen Welt verhält“, so Siemens. So können Sie bereits in der Entwicklungsphase vorhersagen, ob ein zukünftiges Produkt oder Verfahren leistungsfähig sein wird. Im Rahmen der Zusammenarbeit integriert Siemens Xcelerator, proprietäre Software und digitale Zwillinge in die NVIDIA Omniverse-Plattform.
Die Unternehmen beabsichtigen, die digitale Darstellung komplexer physikalischer Systeme für Kunden jeder Größe zugänglicher zu machen. Die Einführung digitaler Zwillinge von Branchen und Unternehmen wird es ermöglichen, ihre Leistung vorherzusagen. „Infolgedessen kann dieses virtuelle Modell für Optimierungen, Designänderungen, zukünftige Iterationen und vorausschauende Wartung verwendet werden“, sagt NVIDIA. Das Unternehmen geht davon aus, dass diese Technologie innerhalb von 10 Jahren die Konstruktion, Simulation und Vorhersage der Fähigkeiten neuer Anlagen ermöglichen wird, noch bevor diese in Betrieb gehen.
Die Erstellung eines digitalen Zwillings erfordert eine große Datenmenge von verbundenen Geräten, die in derselben Sprache „kommunizieren“. Dabei hilft Siemens Xcelerator, eine cloudbasierte digitale Plattform. Xcelerator ist als integriertes Portfolio von Software, APIs, Services und Anwendungsentwicklungsplattformen positioniert. Xcelerator umfasst Lösungen für Product Lifecycle Management (PLM), Electronic Design Automation (EDA), Application Lifecycle Management (ALM), Manufacturing Operations Management (MOM), Embedded Software und Internet of Things (IoT).
„Um einen digitalen Zwilling zu erstellen, müssen Sie Mechanik, Elektronik, Computersoftware, Planungssysteme und ERP in einer virtuellen Fabrik kombinieren“, erklärte NVIDIA und fügte hinzu, dass es mit Siemens zusammenarbeitet, um das Format Universal Scene Description (USD) zu standardisieren. Alle gesammelten Daten können auf die digitale Plattform NVIDIA Omniverse übertragen werden, um fotorealistische Simulationen komplexer Systeme zu erstellen, von Fabrikhallen bis hin zum Innenleben integrierter Schaltkreise.
2022-06-30 16:31:54
Autor: Vitalii Babkin