Der Japaner Showa Denko sagte, er könne die hohen Energiepreise und gestiegenen Transportkosten nicht mehr bewältigen und werde daher den Preis für hochreine Gase für die Elektronik ab dem 1. Januar 2022 um 20 % oder mehr erhöhen.
„Obwohl wir hart daran gearbeitet haben, die Kosten durch die Verbesserung der Produktionseffizienz, die Rationalisierung des Transports und andere Maßnahmen zu senken, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir keine andere Wahl haben, als unsere Kunden zu bitten, einen Teil der gestiegenen Kosten zu übernehmen, um eine stabile Produktion zu gewährleisten und Lieferung von hochreinen Gasen für die Elektronik", - heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.
Die Herstellung von Halbleitern, LCD-Panels und vielem mehr geht einher mit dem Einsatz hochreiner Gase auf fast allen Stufen. Solche Gase werden sowohl direkt für die Bearbeitung von Siliziumsubstraten (Ätzen und Reinigen) als auch für die Reinigung von Industrieanlagen, beispielsweise in Kammern mit Vakuumabscheidung, verwendet. Und je feiner der technische Prozess, desto höher der Grad der Gasreinigung, der vor allem die fortschrittlichsten technischen Verfahren trifft.
Showa Denko hat vor einiger Zeit mit dem Bau von Reinstgasanlagen für die Elektronikfertigung in China begonnen. Dies reduziert die Transportkosten erheblich und vermeidet Sanktionen. Dies wird den Preisanstieg für Produkte zwar teilweise bremsen, aber nichts radikal ändern. Auch China befindet sich im Griff einer Energiekrise. Es ist auch zu erwarten, dass Showa Denkos Demarche kein Einzelfall sein wird. Die übrigen Reinstgasproduzenten dürften dem Weg steigender Produktpreise folgen, wenn sie dies nicht bereits getan haben.
2021-11-18 17:19:11
Autor: Vitalii Babkin