Forscher der University of Southampton (UK) haben eine Methode zur hochdichten Datenaufzeichnung mit Lasern auf Glas entwickelt, die sie fünfdimensional (5D) nennen. Im Rahmen von Experimenten zeichneten sie 6 GB Daten auf 1-Zoll-Vierkantglas auf, was künftig 500 TB auf einer Blu-ray-Disc ergeben könnte. Problematisch bleibt aber die geringe Schreibgeschwindigkeit auf dem Niveau von 225 KB/s – das Schreiben der Testdaten dauerte 6 Stunden.
Die Aufzeichnung erfolgt mit zwei Lasern, von denen einer anscheinend eine Referenz ist und der zweite kodiert. Letzterer macht mit kurzen Femtosekundenpulsen Vertiefungen im Glas. Informationen werden sowohl durch Polarisation als auch durch Lichtintensität kodiert. Zum Auslesen der Daten nimmt der Bildsensor ein mit dem Referenzstrahl aufgenommenes räumliches Bild auf. Diese Technologie wurde vor 10-15 Jahren als holographische Aufzeichnung bezeichnet und von vielen Unternehmen aktiv untersucht. Alle haben die Entwicklung aufgegeben oder auf Eis gelegt, aber die Briten gaben nicht auf.
Natürlich bleibt die Schreibgeschwindigkeit ein ernstes Problem, aber das erzielte Ergebnis, so die Entwickler, ist viel besser, als sie es vor vier Jahren hätten vorweisen können. Im Jahr 2017 betrug die Schreibgeschwindigkeit 3 KB / s und heute hat sich diese Zahl um das 75-fache verbessert. Nun, britische Wissenschaftler haben etwas, wonach sie streben müssen. Microsoft zum Beispiel konnte vor zwei Jahren 75,6 GB Daten auf ein 75 mm großes quadratisches Quarzglas schreiben und das offenbar mit höherer Geschwindigkeit. Das ist rund ein Viertel mehr als die Briten.
2021-10-29 15:44:50
Autor: Vitalii Babkin