Flexible Batterien, die sich ohne Leistungsverlust verformen können, waren lange Zeit kein Einzelfall, aber Spezialisten des Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist es gelungen, eine Art Rekord aufzustellen. Sie schufen einen 140 Meter langen und mehrere hundert Mikrometer dicken Lithium-Ionen-Akku, der sich problemlos in den Stoff gewöhnlicher Kleidung integrieren lässt.
Batterien ähnlicher Art werden seit mehr als einem Jahr entwickelt, aber MIT-Wissenschaftlern ist es gelungen, den einfachsten Weg zu gehen - sie verwendeten für die Produktion fast unveränderte Geräte zur Bildung von synthetischen Fasern, in denen die erforderlichen Komponenten in einem großen Zylinder untergebracht und erhitzt wurden auf eine Temperatur leicht unter dem Schmelzpunkt, wonach der Faden durch ein Loch mit kleinem Durchmesser "gequetscht" wird.
Gleichzeitig werden wichtige Materialien wie Lithium unter einer schützenden oberen Faserschicht verborgen und Gelkomponenten werden als Elektrode und Elektrolyt verwendet, um die Selbstentzündung von Batterien zu verhindern.
Der resultierende Akku soll viel dünner und widerstandsfähiger sein als bisher vorgestellte Optionen. Die Probe hat eine Kapazität von 123 mAh und eine Länge von 140 m, aber theoretisch ist es möglich, eine beliebig lange Batteriefaser herzustellen. Darüber hinaus kann es in der Waschmaschine gewaschen werden, ohne seine nützlichen Eigenschaften zu verlieren, und mehrere elektronische Geräte können über die gesamte Länge gleichzeitig an den Akku angeschlossen werden. Wissenschaftlern zufolge können so mehrere Geräte in eine einzige Faser integriert werden, wodurch ein kompakter "Fabric"-Computer entsteht.
Laut Wissenschaftlern ist die Patentanmeldung bereits eingereicht, eine kommerzielle Nutzung soll "in wenigen Jahren" möglich sein.
2021-12-21 18:55:39
Autor: Vitalii Babkin