Pfizer hat bekannt gegeben, dass es das kleine Startup ResApp für 116 Millionen US-Dollar übernommen hat. Der Deal wurde ausschließlich zu dem Zweck abgeschlossen, bedingungslosen Zugriff auf die von seinen Spezialisten entwickelte Anwendung zu erhalten. Das Programm ist laut seinen Entwicklern in der Lage, als zuverlässiges Diagnosewerkzeug zu fungieren – es kann zum Nachweis von Coronaviren beim Menschen verwendet werden.
Ursprünglich war die Anwendung darauf ausgelegt, eine Lungenentzündung zu bestimmen. Dazu nutzt es die Analyse von Hustengeräuschen. Im Jahr 2019 wurde seine Funktionalität erweitert - es wurde möglich, Asthma, Krupp und Bronchiolitis zu erkennen. Als die Welt im Jahr 2020 mit der Coronavirus-Pandemie konfrontiert war, haben Wissenschaftler großartige Arbeit geleistet, um das Programm an die Bedürfnisse der modernen digitalen Medizin anzupassen. Dadurch wurde die Technologie perfektioniert und Pilotversuche zeigten gute Ergebnisse.
Tests haben gezeigt, dass es mit Hilfe dieses Softwareprodukts möglich ist, mindestens 92 % der Fälle von Asthma, Krupp und COVID-19 zu erkennen. Gleichzeitig hat der Algorithmus Potenzial für weitere Verbesserungen. Pfizer begann mit dem „Verhandeln“ und bot 65 Millionen Dollar an. Der endgültige Betrag der Transaktion war jedoch viel größer. Durch die Förderung dieser Software verspricht sich das größte Medizinunternehmen, die Diagnose gefährlicher Lungenerkrankungen auch in Ländern verfügbar zu machen, in denen das Niveau der medizinischen Versorgung gering ist.
2022-09-30 09:34:44
Autor: Vitalii Babkin