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Um den Betrieb des Supercomputers El Capitan zu gewährleisten, werden 28.000 Tonnen Wasser und 35 MW Energie benötigt

Um den Betrieb des Supercomputers El Capitan zu gewährleisten, werden 28.000 Tonnen Wasser und 35 MW Energie benötigt

Bis zur Inbetriebnahme im Jahr 2023 soll der El Capitan Supercomputer auf Basis von AMD EPYC Zen4 und Radeon Instinct mit über 2 EFLOPS die weltweit schnellste Performance aufweisen. Das bedeutet, dass es für die Stromversorgung und Kühlung gigantische Leistung benötigt. Das Livermore National Laboratory (LLNL), in dem El Capitan tätig sein wird, hat Details zu einem groß angelegten Projekt mitgeteilt, mit dem das HPC-Zentrum mit der erforderlichen Infrastruktur ausgestattet werden soll.

Der Modernisierungsplan basiert auf dem rund 100 Mio. US-Dollar umfassenden Projekt Exascale Computing Facility Modernization (ECFM), in dessen Rahmen die bestehende Infrastruktur am LLNL aktualisiert wird. Um das Projekt umzusetzen, ist es notwendig, viele Genehmigungen von lokalen Regulierungsbehörden einzuholen und sehr eng mit den lokalen Stromversorgern zusammenzuarbeiten. Laut LLNL ist das Projekt jedoch "fast abgeschlossen", einige Schätzungen gehen von 93% aus. Die neue Infrastruktur soll ab Mai 2022 (früher als geplant) funktionieren.

Das Projekt selbst startete bereits 2019 und soll laut Planung im Juli 2022 vollständig abgeschlossen sein. In seinem Rahmen wird das Gebiet des 2004 in Betrieb genommenen Zentrums mit einer Gesamtfläche von etwa 1,4 Hektar modernisiert. Hatte früher das Zentrum, das Systeme wie der beste Supercomputer Sequoia für 2012 (jetzt außer Betrieb) betrieb, die Versorgung mit bis zu 45 MW bereitgestellt, ist die Infrastruktur nun auf 85 MW ausgelegt.

Natürlich werden solche Kapazitäten selbst für El Capitan zu hoch sein - es wird erwartet, dass der Supercomputer etwa 30-35 MW verbrauchen wird. Allerdings denkt LLNL schon vorab über die „Lebenserhaltung“ des Nachfolgers von El Capitan nach. Der nächste Supercomputer soll in Betrieb gehen, bevor sein Vorgänger 2029 abgeschaltet wird. Darüber hinaus erfordert das neue System die Installation von mehreren 3000-Tonnen-Chillern. Lag die Gesamtkapazität des Kühlsystems früher bei 10.000 Tonnen Wasser, wird sie jetzt auf 28.000 Tonnen anwachsen.


2021-10-22 17:31:17

Autor: Vitalii Babkin

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