Das AuriNovo-Implantat wird in klinischen Studien an Patienten mit angeborenen Gendefekten getestet. Bisher konnten solche Probleme mit komplexen invasiven Verfahren behoben werden, aber jetzt haben Wissenschaftler eine Technologie eingeführt, mit der Sie ein Ohr aus Ihren eigenen Zellen wachsen lassen können.
Mikrotie bezieht sich auf angeborene Erkrankungen, bei denen eine Person ein stark deformiertes oder vollständig fehlendes Ohr hat. Die schwersten Formen der Erkrankung beeinträchtigen das Gehör des Patienten. Als Lösung hat das Biotech-Unternehmen 3DBio Therapeutics das AuriNovo-Implantat entwickelt, das aus Patientenzellen 3D-gedruckt wird.
AuriNovo ist als Alternative zu bestehenden Rekonstruktionsmethoden wie Rippenknorpeltransplantaten oder synthetischen Materialien konzipiert. Erstens erfordert die neue Methode keine komplexen invasiven Eingriffe. Zweitens hat ein aus eigenen Zellen hergestelltes Implantat im Vergleich zu porösem Kunststoff wesentlich flexiblere und natürlichere Eigenschaften.
Jetzt kündigen Wissenschaftler den Start der ersten Phase klinischer Studien an, in denen AuriNovo bei Patienten mit Mikrotie getestet wird. „Dies ist ein historischer Moment, nicht nur für Menschen mit Mikrotie, sondern auch für die regenerative Medizin, da wir damit beginnen, Technologien der nächsten Generation einzusetzen“, kommentierte Co-Autor Daniel Cohen.
Wissenschaftler erwarten dadurch, die Sicherheit und Wirksamkeit von AuriNovo bei Patienten langfristig zu bestätigen. Darüber hinaus soll die Technologie das Potenzial aufzeigen, lebende Implantate für andere therapeutische Zwecke zu entwickeln.
Zuvor sprachen Wissenschaftler aus dem Vereinigten Königreich über den ersten Patienten, dem eine Augenprothese implantiert wurde, die ebenfalls auf einem 3D-Drucker gedruckt wurde.
2022-06-06 13:58:04
Autor: Vitalii Babkin