Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat bekannt gegeben, dass sie mit Oracle, einem der größten Hersteller von Unternehmenssoftware, eine Vereinbarung getroffen hat, wonach das Unternehmen Strafen in Höhe von mehr als 23 Millionen US-Dollar zahlen wird. Damit sind die Ansprüche der Aufsichtsbehörde bezüglich korrupter Praktiken des Unternehmens im Ausland beigelegt.
Nach Angaben der SEC bestochen Oracles Betriebe in der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indien zwischen 2016 und 2019 lokale Beamte, um Verträge zu erhalten, was gegen den US Foreign Corrupt Practices Act verstößt. Das Ministerium sagte in einer Erklärung, dass die Abteilungen von Oracle in der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten unter anderem die Teilnahme von Beamten an bezahlten internationalen Technologiekonferenzen gesponsert hätten, was gegen die Unternehmensrichtlinien verstoße. In einigen Fällen haben türkische Mitarbeiter von Oracle Reisen für die Familien von Beamten zu internationalen Konferenzen und nach Kalifornien gesponsert.
Zuvor hatte die SEC Sanktionen gegen Oracle im Zusammenhang mit der Einrichtung von Sonderfonds für Korruptionssysteme verhängt. Im Jahr 2012 konnte Oracle diesen Vorfall lösen, an dem die indische Abteilung des Unternehmens beteiligt war. „Die Schaffung von nicht erfassten Bestechungsgeldern erhöht von Natur aus das Risiko, dass diese Gelder unangemessen verwendet werden, und genau das ist in den Tochtergesellschaften von Oracle in der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indien passiert“, kommentierte ein SEC-Vertreter dieses Problem.
2022-09-27 20:20:23
Autor: Vitalii Babkin