Nokia und Vodafone haben einen Dienst zur Erkennung von Netzwerkanomalien eingeführt. Ein gemeinsam entwickeltes Produkt namens Anomaly Detection Service nutzt maschinelles Lernen (ML) in der Google Cloud. Nach den Erwartungen von Vodafone wird der Dienst in der Lage sein, bis zu 80 % aller Anomalien beim Betrieb von Mobilfunknetzen automatisch zu erkennen und zu beseitigen. Nach der Bereitstellung des Anomaly Detection Service in Italien (mehr als 60.000 Zellen 4G) wird Vodafone den Service bis Anfang 2022 in allen seinen europäischen Märkten einführen.
Die Arbeiten begannen mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen den Unternehmen im Jahr 2020, die den Sechsjahresvertrag von Vodafone mit Google Cloud zur gemeinsamen Entwicklung integrierter Cloud-Lösungen ergänzt. Die Technologie von Nokia Bell Labs wurde zur Basis. Das resultierende Produkt erkennt und behebt schnell Probleme wie Überlastung des Mobilfunknetzes, Funksignalstörungen und unerwartete Verzögerungen, die das Kundenerlebnis beeinträchtigen können. Anomaly Detection Service as a Service (as-a-Service)-Modell ist ein wichtiger Aspekt des Netzwerk- und Cloud-Computing-Geschäfts von Nokia. Daher plant sie, diesen Dienst auf das 5G-Netz von Vodafone auszudehnen.
Der in der Google Cloud bereitgestellte Anomalieerkennungsdienst ermöglicht das Streamen von Netzwerkleistungsdaten an die Vodafone-Analyseplattform, sodass sie gleichzeitig über mehrere Anbieterumgebungen hinweg verarbeitet werden können. Und mit den sicheren und zuverlässigen Datentools von Google können Vodafone-Ingenieure schnelle und fundierte Entscheidungen treffen, beispielsweise die Kapazität dort zu erweitern, wo Kunden sie am dringendsten benötigen.
2021-07-21 20:30:36
Autor: Vitalii Babkin