Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben ein Projekt für eine Apparatur vorgeschlagen, die einer fliegenden Untertasse ähnelt - sie kann verwendet werden, um die Mondoberfläche zu untersuchen. Es wird durch die Kraft der elektrostatischen Abstoßung angehoben.
Aufgrund des Mangels an Atmosphäre ist die Mondoberfläche direkt der kosmischen Strahlung und der ultravioletten Sonnenstrahlung ausgesetzt. Dadurch bildet sich auf ihm eine positive elektrostatische Ladung, die ausreicht, um Mondstaub auf eine Höhe von 1 m zu heben - aufgrund des gleichen Effekts stehen unter Umständen auch die Haare auf dem Kopf zu Berge. Zuvor schlugen Wissenschaftler vor, dies zu verwenden, um Segelflugzeuge zu bauen, die über der Oberfläche von Asteroiden und anderen kleinen Himmelsobjekten schweben können, aber im Fall des Mondes kann die Schwerkraft stärker sein als die Elektrostatik.
Daher schlug das MIT vor, diesen Effekt durch den Einsatz von Miniatur-Ionentriebwerken zu kontrollieren, durch die die elektrostatische Aufladung des Flugzeugs reguliert wird. Solche Triebwerke werden heute als Rangiertriebwerke auf Kleinsatelliten eingesetzt. Um die Theorie zu bestätigen, bauten die Wissenschaftler ein 60-Gramm-Modell des Apparats von der Größe einer menschlichen Handfläche, der in einer Vakuumkammer, die die luftleere Oberfläche des Mondes nachahmt, über einer Aluminiumoberfläche schwebte. Die Autoren des Projekts bezeichnen das Gerät als "levitierenden Rover" - es wird in der Lage sein, jeden Raumkörper unabhängig von den Eigenschaften seiner Oberfläche zu erkunden.
2021-12-24 18:06:54
Autor: Vitalii Babkin