Intel wird nächste Woche die Alder-Lake-Prozessorfamilie vorstellen. Die neuen Chips bieten eine Hybrid-Core-Architektur, Unterstützung für die PCIe-5.0-Schnittstelle sowie den neuen DDR5-Speicherstandard. Der Übergang zu einer neuen Plattform dürfte für die Verbraucher ein sehr kostspieliges Ereignis sein. Insbesondere der neue Standard-RAM wird deutlich teurer sein als das aktuelle DDR4.
Laut MSI werden die hohen Preise für DDR5-Speicher auch in den nächsten zwei Jahren anhalten. Und dies erklärt sich nicht nur durch die Neuheit dieses Speichers, sondern auch durch seine technischen Eigenschaften. DDR5-Speichermodule verfügen beispielsweise über eigene Power Controller (PMICs) sowie Spannungsregelungsmodule. Das Vorhandensein zusätzlicher Komponenten in DDR5-Speichermodulen erhöht deren Kosten und erschwert die Herstellung im Vergleich zu DDR4-Modulen etwas.
„Historisch gesehen waren die Kosten für eine neue RAM-Generation zum Verkaufsstart immer 30–40 % höher als die der vorherigen Generation. Beim DDR5-Speicher ergibt sich der Endpreis allerdings auch daraus, dass in den Modulen der neuen Generation zusätzliche Komponenten verbaut werden. Als Ergebnis wird erwartet, dass vergleichbare DDR5-Module 50-60% teurer sein werden als DDR4-Module. Es dauert in der Regel etwa zwei Jahre, bis die Preisparität mit der vorherigen Generation erreicht ist. Wir glauben, dass dieser Trend auch für DDR5-Speichermodule gelten wird“, heißt es im offiziellen MSI-Blog.
Glücklicherweise hat der Käufer mit der neuen Intel-Plattform die Wahl. Es unterstützt nicht nur den neuen DDR5-Speicher, sondern auch die aktuelle Generation des DDR4-Speichers, wodurch sowohl bei einem einfachen System-Upgrade als auch beim Neuaufbau eines PCs Geld beim Kauf neuer RAM-Module gespart wird.
2021-10-20 17:12:11
Autor: Vitalii Babkin