Astronomen haben seltsame Funksignale im Weltraum aufgezeichnet, von denen angenommen wird, dass sie von unsichtbaren Planeten stammen. Die von Wissenschaftlern entwickelten Modelle legen nahe, dass die Signale durch die Wechselwirkung der Magnetfelder der Planeten und Sterne, um die sie kreisen, verursacht werden – dies könnte eine völlig neue Art der Detektion von Exoplaneten sein.
Über den gesamten Zeitraum der Weltraumforschung haben Wissenschaftler mehr als 4500 Exoplaneten außerhalb des Sonnensystems entdeckt. Die meisten von ihnen wurden mit traditionellen Methoden identifiziert - zum Beispiel verblasst die Scheibe eines Sterns leicht, wenn ein Planet daran vorbeizieht. Es gibt andere Möglichkeiten, ähnliche Objekte zu definieren. Nun wurde ihnen eine neue Variante hinzugefügt.
Astronomen des niederländischen Nationalobservatoriums ASTRON und der Australian University of Queensland haben eine Reihe von Experimenten durchgeführt, um Planeten mit dem Radioteleskop Low Frequency Array (LOFAR) zu entdecken. Untersuchte Rote Zwerge - relativ kleine Sterne mit hoher magnetischer Aktivität, die Elementarteilchen und Radiowellen aussenden. Die Entdeckung solcher Sterne war an sich schon ein Erfolg aufgrund der großen Entfernung zu ihnen und des starken Funkrauschens im Weltraum, der es schwierig machte, Signale von einzelnen Objekten zu registrieren. Trotzdem wurden mit LOFAR 19 neue Rote Zwerge entdeckt.
Es ist bemerkenswert, dass vier von ihnen alte Sterne mit reduzierter magnetischer Aktivität waren, daher hätten ihre Signale theoretisch nicht von Teleskopen aufgezeichnet werden dürfen. Die beste Erklärung von Wissenschaftlern war, dass sich unsichtbare Planeten in ihrer Umlaufbahn befinden.
Wie Sie wissen, emittieren Sterne eine riesige Menge neutraler und geladener Teilchen, die zusammen als "stellarer Wind" bezeichnet werden. Bei der Wechselwirkung mit den Magnetfeldern von Planeten können auf der Erde als "Auroren" bekannte Phänomene auftreten, sowie Radiowellen erzeugt werden - insbesondere wenn der Planet selbst intensiv Materie ins All abgibt. Eine ähnliche Wechselwirkung lässt sich im Sonnensystem am Beispiel des Jupiter und seines Mondes Io beobachten. Wissenschaftlern zufolge ist ein ähnliches Muster für die Funksignale von vier seltsamen Roten Zwergen charakteristisch.
Die Existenz von Planeten um diese Sterne muss noch auf andere Weise bestätigt werden, aber das Modell selbst sieht für Wissenschaftler interessant genug aus. Ihrer Meinung nach könnten die Radioteleskope der Zukunft empfindlich genug sein, um solche Exoplaneten zu erkennen, und wenn ihre Existenz bestätigt wird, wird die neue Technik das Toolkit zur Erkennung von Objekten außerhalb des Sonnensystems erweitern.
2021-10-12 16:37:44
Autor: Vitalii Babkin