Am letzten offiziellen Arbeitstag des Blue Waters-Systems begrüßte das US-amerikanische National Center for Supercomputing Applications (NCSA) seinen Nachfolger, den Delta-Supercomputer, der das leistungsstärkste GPU-System im Portfolio der National Science Foundation (NSF) des Landes werden wird.
Das neue System wird von der University of Illinois at Urbana-Champaign (UIUC) gehostet. Der Supercomputer soll, wie die Autoren des Projekts versprechen, eine ausgewogene Ausstattung mit modernen GPUs und CPUs erhalten. Es wird in das nationale Cybersicherheitssystem integriert und seine Ressourcen werden Wissenschaftlern über XSEDE und SGCI (Science Gateways Community Institute) zur Verfügung gestellt. Interessierte erhalten Hilfe bei der Portierung von Code von CPU auf GPU, aber der Start von "alten" Anwendungen wird vereinfacht.
Der Supercomputer soll 2022 in Dienst gestellt werden. Delta wird 330 Rechenknoten und acht weitere Dienstknoten erhalten. Alle Knoten des ersten Typs erhalten 64-Core-Prozessoren von AMD EPYC Milan mit einer Frequenz von 2,55 GHz. Im Moment ist ihre Konfiguration wie folgt:
124 CPU-Knoten: 2 × CPU, 256 GB DDR4-3200, 800 GB NVMe SSD;
100 NVIDIA Typ I GPUs: 4 × NVIDIA A100 (40 GB HBM2) mit NVLink, 1 × CPU, 256 GB DDR4-3200, 1,6 TB NVMe SSD;
100 NVIDIA Typ II GPU-Knoten: 4 × NVIDIA A40 (48 GB GDDR6), 1 × CPU, 256 GB DDR4-3200, 1,6 TB NVMe SSD;
5 NVIDIA Typ III GPU-Knoten: 8 × NVIDIA A100 (40 GB HBM2) mit NVLink, 2 × CPU, 2 TB DDR4-3200, 1,6 TB NVMe SSD;
1 AMD GPU Node: 8 × Instinct MI100 (32 GB HBM2), 2 × CPU, 2 TB DDR4-3200, 1,6 TB NVMe SSD.
Das System erhält 3 PB schnellen All-Flash-Speicher, der im Frühjahr 2022 bereitgestellt wird, sowie 7 PB Lustre-Speicher. Die Hauptverbindung wird HPE SlingShot (100 Gbit/s) sein.
2022-01-01 16:32:35
Autor: Vitalii Babkin