Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Videospielsucht als Krankheit bezeichnet. Es wurde in das Register der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) aufgenommen. Eine aktualisierte Version des Dokuments wurde auf der Website der Organisation veröffentlicht.
Nach seiner Klassifikation wurde die Krankheit als Spielstörung bezeichnet. Es zeichnet sich durch einen konstanten oder periodischen Kontrollverlust über die in Videospielen verbrachte Zeit aus. Auch eine Änderung der Lebensprioritäten vom Alltag hin zum Spiel stand auf der Symptomliste.
Die Symptome können sowohl ständig als auch intermittierend auftreten. Ärzte können eine entsprechende Diagnose stellen, wenn sie ein Jahr lang die schädlichen Auswirkungen von Videospielen auf einen Patienten bemerken.
Der ICD ist das wichtigste internationale Dokument zur weltweiten Klassifizierung von Krankheiten. Die WHO überarbeitet ihre Standards seit 1948. Die vorherige Version des Dokuments wurde 1990 angenommen.
2022-01-02 00:06:08
Autor: Vitalii Babkin