Die European High Performance Computing Joint Initiative EuroHPC JU und das gemeinnützige Konsortium CINECA, das sich aus 69 italienischen Universitäten und 21 nationalen Forschungszentren zusammensetzt, hielten die Eröffnungszeremonie für den Leonardo-Supercomputer ab.
Der Komplex basiert auf den Plattformen Atos BullSequana X2610 und X2135. Das Leonardo-System besteht aus zwei Abschnitten - für allgemeine Zwecke und mit Rechenbeschleunigern (Booster). Wenn das System fertig ist, wird der erste 1.536 Knoten umfassen, von denen jeder zwei Intel Sapphire Rapids-Prozessoren mit 56 Kernen und einer TDP von 350 W, 512 GB DDR5-4800-RAM, NVIDIA HDR100-Verbindung und 8 TB NVM-Speicher enthält. Der Booster-Bereich kombiniert 3456 Knoten, von denen jeder einen Intel Xeon 8358-Chip mit 32 Kernen, 512 GB DDR4-3200-RAM und vier benutzerdefinierte NVIDIA Ampere-Beschleuniger mit 64 GB Speicher enthält.
Derzeit liefert Leonardo über 174 Pflops an Leistung. Der Supercomputer wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2023 mit einer erwarteten Geschwindigkeit von 250 Pflops voll funktionsfähig sein. Schon jetzt rangiert das System auf Platz vier im Ranking der leistungsstärksten Supercomputer der Welt.
Leonardo ist mit einem Flüssigkeitskühlsystem für Energieeffizienz ausgestattet. Darüber hinaus kann der Stromverbrauch angepasst werden, um Stromverbrauch und Leistung in Einklang zu bringen.
Der Supercomputer konzentriert sich auf die Lösung hochintensiver Rechenaufgaben wie Datenverarbeitung, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen. Die Hälfte der Computerressourcen von Leonardo wird EuroHPC-Benutzern zur Verfügung gestellt.
2022-11-29 10:39:59
Autor: Vitalii Babkin
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