Das erste TSMC-Venture in Japan erfordert eine Investition von 7 Milliarden US-Dollar, und der taiwanesische Partner setzt dabei auf die Hilfe von Sony, der Hauptkunde des neuen Produktionsstandorts wird. Auch die japanischen Behörden würden gerne einen bestimmten Betrag als Subventionen bereitstellen, was jedoch aus mehreren Gründen problematisch sein wird.
Erstens, wie TSMC-Vertreter betonten, wird das Unternehmen beim Bau seiner ausländischen Einrichtungen auf Partnerschaften mit Regierungsbehörden verzichten. Zweitens ist in Japan der gesetzliche Rahmen noch nicht fertig, der die Wahrung staatlicher Interessen bei der Umsetzung geförderter Projekte gewährleistet. Sie wollen von TSMC die Bereitschaft fordern, die Produktionsmengen angesichts der Verknappung von Komponenten zu erhöhen, was erhebliche Investitionen des Unternehmens bedeutet.
Wie Business Korea mit Verweis auf japanische Medien feststellt, sind in Japan bereits zahlreiche Projekte mit staatlichen Subventionen gescheitert, da die lokalen Behörden ihren Verpflichtungen zur Finanzierung von Einrichtungen nicht immer vollständig nachkommen. Im Fall des TSMC-Projekts irritieren Experten sowohl die beispiellos hohe Höhe der Subventionen (bis zu 3,5 Milliarden Dollar) als auch die Schwierigkeiten, solche Budgetausgaben zu rechtfertigen. Auch die WTO-Regeln können zu einem Hindernis für diese Art von Subventionen werden, da sie nicht ganz faire Bedingungen für den Wettbewerb zwischen Chipherstellern schaffen.
2021-11-15 05:26:53
Autor: Vitalii Babkin