Der Klimawandel mit der damit einhergehenden Häufung von Naturkatastrophen zwingt die Mitglieder der Weltgemeinschaft zu Sofortmaßnahmen. Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) werden die Vereinten Nationen in den nächsten fünf Jahren ein globales Frühwarnsystem für Naturgefahren aufbauen.
„Das Hochwasser-, Dürre- oder Sturm-Frühwarnsystem ist ein umfassendes System, das es den Menschen ermöglicht, sich über das Herannahen eines Unwetterereignisses im Klaren zu sein, und darüber informiert, welche Maßnahmen Regierungen, Gemeinden und Einzelpersonen ergreifen können, um die drohenden Folgen zu minimieren“, heißt es auf der Website der zuständigen UN-Agentur. .
Es ist bekannt, dass in vielen Ländern bereits ähnliche Systeme auf lokaler Ebene existieren. In Russland sendet beispielsweise das Ministerium für Notsituationen Sturm- und andere Warnungen an Smartphones und Mobiltelefone in derzeit gefährdeten Regionen. Es gibt noch keine genauen Daten darüber, wie die Vereinten Nationen das Warnsystem weltweit umsetzen wollen, insbesondere für diejenigen Menschen, die über keinerlei Kommunikationsmittel, einschließlich Mobiltelefone, verfügen.
Es wird angenommen, dass die zunehmende Häufigkeit von Naturkatastrophen in direktem Zusammenhang mit der globalen Erwärmung steht und zu immer mehr Zerstörung und Tod führt. Laut einem UN-Bericht aus dem Jahr 2020 hat jeder dritte Bewohner des Planeten keinen Zugang zu solchen Systemen, die ihm helfen könnten, rechtzeitig zu evakuieren oder sich zumindest in einem Unterschlupf zu verstecken, und in Afrika gibt es für 60 % der Einwohner keine Warnungen.
„Dies ist inakzeptabel, insbesondere angesichts der unbestreitbaren Verschlechterung der Auswirkungen des Klimawandels“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres. Der Leiter der UN hat die WMO beauftragt, diese Bemühungen zu leiten und einen Aktionsplan vorzulegen, um dieses Ziel auf der nächsten UN-Klimakonferenz in Ägypten im November dieses Jahres zu erreichen.
Laut WMO hat sich die Zahl der Katastrophen in den letzten 50 Jahren verfünffacht. Vermutlich im Zusammenhang mit Klimawandel, erhöhter Intensität extremer Wetterereignisse und verbesserter Berichterstattung. Gleichzeitig wird festgestellt, dass die Verbesserung der Warnsysteme die Zahl der Todesfälle im gleichen Zeitraum um fast das Dreifache reduziert hat.
2022-03-25 15:11:58
Autor: Vitalii Babkin