Die Tesla-Aktie ist am Montag weiter im Kurs gefallen, was sie dem Eintritt in den sogenannten „Bärenmarkt“ näher bringt, der durch einen Wertverlust der Wertpapiere um 20 % oder mehr gekennzeichnet ist. Einer der Gründe dafür war die Nachricht vom Beginn eines Ermittlungsverfahrens gegen das Unternehmen wegen Problemen mit der Qualität der produzierten Solarmodule.
Die Aktien des Elektroautoherstellers brachen im New Yorker Morgenhandel um 6,4% auf 950,5 US-Dollar ein, womit die Marktkapitalisierung des Unternehmens erstmals seit Ende Oktober unter 1 Billion US-Dollar lag. Das ist ein Rückgang von 23 % gegenüber seinem Allzeithoch, als die Tesla-Aktie am 4. November 1.229,91 USD pro Einheit erreichte. Börsenmakler bezeichnen einen Kursrückgang von mehr als 20 % bis zum Handelsschluss als Eintritt in eine Baisse.
Tesla-Aktien sind in der vergangenen Woche eingebrochen, da die Märkte Ängste vor einem neuen Coronavirus und einer Zinserhöhung hatten, die einige seiner teuersten Aktien spürbar beeinflussen wird. Auch der Verkauf von Tesla-Aktien durch CEO Elon Musk, der derzeit mehr als 10 Milliarden Dollar an Wertpapieren dumpt, beeinflusst die Anlegerstimmung. Und da der Firmenchef noch viel mehr Tesla-Aktien verkaufen will, wird prognostiziert, dass deren Kurs weiter sinken wird. Gleichzeitig verkauft Musk Aktien, weil er Gelder braucht, um Steuern zu zahlen.
Trotz dieses Rückgangs liegt der Aktienkurs von Tesla immer noch 39% höher als zu Jahresbeginn. Der Großteil des Wachstums wurde durch den Erfolg des Unternehmens im dritten Quartal beeinflusst.
Andere Hersteller von Elektrofahrzeugen, deren Aktienkurse in den letzten Wochen stark gestiegen sind, sind in letzter Zeit ebenfalls gefallen. Rivian verlor 4,2%, während Lucid mehr als 19% verlor, nachdem er berichtet hatte, dass gegen das Unternehmen rechtliche Schritte bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingeleitet werden.
2021-12-06 20:10:00
Autor: Vitalii Babkin