NASA-Spezialisten berichteten über ein historisches Ereignis. Die Parker Solar Probe der NASA war das erste von Menschenhand geschaffene Objekt, das die Sonnenatmosphäre berührte. Im Frühjahr dieses Jahres, bei der achten Begegnung mit unserem Stern, tauchte die Sonde erstmals in die Sonnenkorona ein und gewann aus diesem Experiment wertvolle Daten über die Zusammensetzung und Struktur des Sonnenwinds. Diese Daten werden dazu beitragen, die auf der Sonne ablaufenden Prozesse und verschiedene Phänomene des Weltraumwetters im System besser zu verstehen.
Das Sonnensystem ist die kosmische Heimat der Menschheit. Die auf der Sonne auftretenden Phänomene haben einen entscheidenden Einfluss auf das Wetter im Haus. Die Parker Solar Probe der NASA wurde 2018 geschickt, um der Sonne so nah wie möglich zu kommen. Die wissenschaftliche Ausrüstung an Bord der Raumsonde, geschützt durch eine 12-cm-Kohlefaserpanzerung, muss extremen Temperaturen standhalten und das Verhalten von ionisierten Teilchen untersuchen, die auf der Sonne geboren werden – dem sogenannten Sonnenwind.
Die Sonde ist für 24 Durchgänge in der Nähe unseres Sterns ausgelegt und kommt ihm jedes Mal näher und näher. Gleichzeitig wird das Raumfahrzeug aufgrund der Schwerkraft auf immer höhere Geschwindigkeiten beschleunigt. Vor weniger als einem Monat näherte sich die Sonde zum zehnten Mal der Sonne, sank auf 8,5 Millionen km und erreichte eine Geschwindigkeit von 586 864 km / h. Auf der 24. Umlaufbahn wird es auf 6,1 Millionen km sinken und zerstört werden.
Wie die Projektteilnehmer kürzlich in einem Artikel in Physical Review Letters berichteten, lieferte die Sonde im Frühjahr dieses Jahres beim achten Sonnenanflug interessante Daten. Aus dem Verhalten ionisierter Teilchen und magnetischer Feldlinien ergab sich, dass Solar Parker Probe zuerst in die oberen Schichten der Sonnenatmosphäre eindrang oder einfacher in die Sonnenkorona eintauchte. Kein einziger Erdsatellit ist jemals in diese Regionen eingedrungen und hat Daten aus dem Inneren der Sonnenatmosphäre übertragen.
Die gewonnenen Daten werden helfen, die Masse der noch nicht vollständig aufgeklärten Phänomene auf der Sonne zu verstehen. Zum Beispiel ist seine Krone heißer als die Oberfläche. Hierzu gibt es eine Reihe von Theorien, darunter die Beteiligung am Prozess der sogenannten Alfvén-Wellen, die der schwedische Astrophysiker Hannes Alven vorhergesagt hat. Die Daten der Sonde helfen Ihnen dabei, es herauszufinden. Auch Sensoren an Bord der Raumsonde entdeckten Phänomene wie Pseudo-Streamer und verbanden sie erstmals mit der Bildung magnetischer Trichter im Magnetfeld des Sterns. Mit jedem zukünftigen Durchgang der Sonde in der Nähe der Sonne wird es mehr und mehr solcher Informationen geben, die unser Wissen über die Welt weiter erweitern werden.
2021-12-15 20:47:45
Autor: Vitalii Babkin