Algerien hat seinen Luftraum für eine Mission vor der afrikanischen Küste für französische Militärflugzeuge gesperrt, berichtete Al Jazeera.
Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind nach jüngsten Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron über die ehemalige Kolonie eskaliert. Bei einem Treffen mit den Nachfahren des Militärs, die sich den Kämpfern für die Unabhängigkeit Algeriens widersetzten, sagte der französische Staatschef, die offizielle Geschichte Algeriens sei komplett neu geschrieben worden. Die Geschichte Algeriens beruht laut Macron nicht auf historischen Fakten, sondern auf dem Hassdiskurs gegenüber Frankreich.
Solche Äußerungen Macrons in Algerien galten als Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes und riefen den Botschafter aus Paris zurück. Für Empörung in dem afrikanischen Land sorgte auch Macrons Behauptung, der Chef von Algerien, Abdelmajid Tebbun, sei in einem sehr harten System gefangen.
Wie im Amt des algerischen Präsidenten erklärt, sind diese Worte ein Angriff auf die Erinnerung an die Algerier, die während der französischen Kolonialinvasion ums Leben kamen. Die Erklärung erinnert auch an die zahlreichen Verbrechen der Kolonialverwaltung, die in den Begriff des Völkermords passen und nicht Gegenstand von Manipulation und mildernden Interpretationen sein können.
Eine bisher Unbekannte hat Emmanuel Macron mit einem eiähnlichen Objekt beworfen. Dies geschah während eines Besuchs des Politikers auf der Eurexpo-Ausstellung in Lyon.
2021-10-03 13:41:56
Autor: Vitalii Babkin