Nanoracks, Voyager Space und Lockheed Martin haben angekündigt, bis 2027 eine private Raumstation in einer erdnahen Umlaufbahn zu bauen. Es wird davon ausgegangen, dass die Orbitalstation namens Starlab zu einem touristischen Zentrum sowie zu einem Ort für verschiedene Forschungen wird.
„Um den Weltraumbedarf der US-Regierung, internationaler Raumfahrtbehörden und kommerzieller Organisationen zu decken, werden Branchenführer Starlab speziell für die wachsende Weltraumwirtschaft und die Kundennachfrage nach Weltraumdienstleistungen wie Materialexploration, Pflanzenanbau und Astronautenaktivitäten entwickeln“, heißt es in der Pressemitteilung der Unternehmen.
Es wird davon ausgegangen, dass die für vier Personen ausgelegte Starlab-Station mit einem Start ins All gebracht wird, der vorläufig für 2027 geplant ist. Die Station wird aus einem Wohnmodul mit einem Volumen von 340 m³, Kraft- und Antriebseinheiten, einer Laboreinrichtung und einem massiven Roboterarm-Manipulator gebildet. Zum Vergleich: Der Innenraum der Internationalen Raumstation ISS beträgt 916 m³, was dem Platz in einem Boeing 747-Flugzeug entspricht.
Es ist erwähnenswert, dass es zum Zeitpunkt der Implementierung des Starlab-Stationsprojekts möglicherweise bereits Konkurrenten gibt. Axiom Space plant beispielsweise, 2024 ein privates Modul zur ISS und bis 2027 drei weitere Module zu starten. Das amerikanische Unternehmen Sierra Space aus Colorado entwickelt ein Projekt zur Errichtung einer privaten Orbitalstation. Das Luftfahrtunternehmen Blue Origin, das dem Milliardär Jeff Bezos gehört, hat ebenfalls Interesse an einem ähnlichen Projekt bekundet.
2021-10-21 23:44:54
Autor: Vitalii Babkin