Das US-amerikanische Softwareunternehmen Business Efficiency Solutions (BES) hat beim kalifornischen Bezirksgericht Klage gegen Huawei eingereicht. Es heißt, dass ein chinesisches Unternehmen während eines gemeinsamen Projekts für pakistanische Strafverfolgungsbehörden die BES-Technologie verwendet hat, um eine Hintertür zu schaffen, um Zugang zu vertraulichen Informationen von Bürgern zu erhalten.
Berichten zufolge handelt es sich um eines der Projekte der Strafverfolgung, das in Lahore, der zweitgrößten Stadt Pakistans, umgesetzt wurde. Nach der BES-Erklärung leiteten die pakistanischen Behörden eigene Ermittlungen zu dem Vorfall ein. Es sei darauf hingewiesen, dass bisher keine Beweise dafür vorgelegt wurden, dass Huawei vertrauliche Daten von pakistanischen Bürgern stiehlt. Vertreter von Huawei haben die Beteiligung an dem Datendiebstahl bestritten und darauf hingewiesen, dass das Unternehmen keinen Zugang zu vertraulichen Informationen habe. Das pakistanische Außenministerium hat sich zu dieser Angelegenheit nicht geäußert.
Die Partnerschaft zwischen BES und Huawei begann 2016, als ein chinesisches Unternehmen die Rechte zur Umsetzung eines Safe-City-Projekts in Lahore erhielt. Berichten zufolge hat BES im Rahmen des Safe City-Projekts eine Software zum Sammeln von Daten von CCTV-Kameras und anderen Systemen entwickelt. Die Rede ist vom sogenannten Datenaustauschsystem (DES), das Passdaten von Bürgern, Informationen zur Registrierung von Ausländern, Steuerdaten usw. speichert. Huawei bestätigte, dass das Unternehmen mit einer Testversion des Systems arbeite, merkte jedoch an dass es nichts mit dem in Lahore betriebenen Datenaustauschsystem zu tun hatte.
2021-08-15 16:26:39
Autor: Vitalii Babkin