Sapphire war das erste Unternehmen, das das neueste (und wohl letzte) Modell in AMDs RDNA 2-Grafikkartenfamilie, die Radeon RX 6700, vorstellte. Eine Zeit lang war das neue Produkt nur in China erhältlich. Vor kurzem war der Beschleuniger jedoch im Sortiment einiger europäischer Geschäfte zu finden.
Mit der Ankündigung der Radeon RX 6700 kam es zu einem Zwischenfall. Sapphire hat eine Grafikkarte in seiner Pulse-Version eine Woche vor der offiziellen Ankündigung von AMD selbst vorgestellt. Gleichzeitig nannte es der Partner der „Reds“ auf seine Weise, ohne das RX-Präfix im Namen. Anscheinend war AMD mit dieser Eigensinnigkeit unzufrieden und Sapphire ersetzte daraufhin hastig den Namen des Beschleunigers durch die Radeon RX 6700. Trotzdem sind die ersten Chargen der Grafikkarte bereits unter einem fiktiven Namen in den Verkauf gegangen.
Wie oben erwähnt, wird die Karte seit einiger Zeit in China verkauft. Neulich wurde es jedoch in Frankreich und Spanien gesehen, wo es für 570 bzw. 580 Euro inklusive Mehrwertsteuer angeboten wird. Der spanische Händler PC Componentes hat gerade einen Sale, sodass der Beschleuniger für 380 Euro zu haben ist. AMD selbst hat die empfohlenen Kosten der Radeon RX 6700 nicht genannt, daher ist es schwierig zu sagen, welches dieser Preisschilder näher am realen Preis liegt.
Das Erscheinen der Radeon RX 6700 in Europa bedeutet, dass sie keine chinesische Exklusivität mehr ist. Die sehr leise Ankündigung der Karte als Ganzes deutete auf Letzteres hin. Das Unternehmen veröffentlichte keine Pressemitteilungen und kündigte die Ankündigung nicht einmal auf Twitter an, sondern fügte lediglich eine Neuheit in die Datenbank seiner offiziellen Website ein.
Die Radeon RX 6700 basiert auf dem Grafikchip Navi 22 XL mit 2304 Stream-Prozessoren, 144 Textureinheiten, 64 Rastereinheiten und 36 Raytracing-Beschleunigungseinheiten. In der Referenzversion beträgt die Basisfrequenz des Chips 1941 MHz, in der Gaming-Version 2174 MHz. Im Boost-Modus steigt er auf 2450 MHz. Die Karte erhielt 10 GB GDDR6-Speicher mit einer 160-Bit-Schnittstelle, einer Geschwindigkeit von 16 Gb/s pro Kontakt und einer Bandbreite von bis zu 320 GB/s. Es zeigt auch das Vorhandensein von 80 MB dediziertem Cache-Speicher Infinity Cache an. Verbraucht ein Beschleuniger von 175 Watt. Dazu erhielt er einen 8-poligen Hilfsstromanschluss. Die deklarierten Eigenschaften stimmen vollständig mit der spezialisierten Mining-Videokarte Sapphire GPRO X080 überein, die keine Videoanschlüsse hat. Um die Karte spielbar zu machen, hat AMD offensichtlich das BIOS dafür geändert und externe Videoausgänge hinzugefügt.
3DMark Time Spy-Benchmarks der Sapphire Radeon RX 6700 Pulse zeigen, dass sie etwa 10 % schneller ist als die Radeon RX 6650 XT.
2022-07-09 17:16:25
Autor: Vitalii Babkin