Am Montag gab die britische Royal Mint bekannt, noch in diesem Monat mit dem Bau einer Anlage zur Verarbeitung von Elektronikschrott in Form von Leiterplatten von Smartphones, Computern und anderer Elektronik zu beginnen. Die Anlage wird 2023 in Betrieb gehen und in der Lage sein, über 99 % der Edelmetalle aus Platten zur Wiederverwendung zurückzugewinnen.
Ein Vorvertrag über den Bau der Anlage wurde im Oktober 2021 unterzeichnet. Das kanadische Startup Excir sollte in seinem Rahmen eine Technologie zur schnellen Extraktion von Edelmetallen aus Leiterplatten vorstellen. Die „neue patentierte Chemie“, wie die Partner es nennen, ermöglicht es, auf rein chemischem Wege bei Raumtemperatur in „wenigen Sekunden“ mehr als 99 % von Gold, Silber, Palladium und Kupfer aus Leiterplatten zu extrahieren.
Die Verarbeitungsanlage wird in Südwales gebaut, wo sich die Mint befindet. Die Anlage soll bis zu 90 Tonnen Elektroschrott pro Woche verarbeiten. Dies wird die Produktion von "Hunderten von Kilogramm" Gold pro Jahr ermöglichen. Der Abbau von Silber, Palladium und Kupfer aus Müll wird in späteren Phasen etabliert, wird aber vorerst als mögliche Möglichkeit angesehen.
Laut dem Bericht Global E-Waste Monitor 2020 wurden im Jahr 2019 weltweit etwa 53,6 Millionen Tonnen Elektroschrott erzeugt, und nur 17,4 % dieses Abfalls wurden auf die eine oder andere Weise recycelt. Es sollte auch verstanden werden, dass Elektroschrott schädliche und sogar giftige Substanzen enthält. Beispielsweise Quecksilber, Fluorchlorkohlenwasserstoffe, Chlorfluorkohlenwasserstoffe und andere. Es ist nicht akzeptabel, dass sie in die Umwelt gelangen, was bei einer konventionellen Abfallentsorgung auf Deponien sicherlich passieren würde.
2022-03-22 18:01:13
Autor: Vitalii Babkin