Intels Investorenveranstaltung letzte Woche hat keine Antwort auf die Frage nach konkreten Standorten für die europäischen Einrichtungen des Unternehmens gegeben, aber die Wahl sollte noch vor Ende des Quartals getroffen werden. Deutsche Quellen gehen davon aus, dass das erste von zwei neuen Unternehmen des Prozessorgiganten in Magdeburg angesiedelt sein wird, einer Stadt in Sachsen mit langer Geschichte.
Bisher glaubte man, wenn Intel sein Unternehmen in Deutschland ansiedelte, dann würde es entweder in Dresden oder in Bayern angesiedelt sein. Im ersten Fall lockte der Dresdner Stadtteil mit seiner ausgebauten Infrastruktur, weil hier seit langem Unternehmen der Firma GlobalFoundries zur Auftragsfertigung von Halbleiterkomponenten angesiedelt sind, die zuvor im Besitz von AMD waren. Bayern lockte Intel nach vorläufigen Angaben mit seiner Nähe zu Zielverbrauchern, in deren Rolle große Autohersteller wie BMW galten.
Nun diskutiert die Lokalpresse Intels Bereitschaft, auf einem leerstehenden Gelände in Magdeburg eine Anlage zu errichten, die das Unternehmen angeblich mit einer großen Freifläche von etwa 300 Hektar angelockt habe. Die Kommunen lockten das Unternehmen auch mit dem Versprechen, Personal für das künftige Unternehmen an der Universität Magdeburg auszubilden. Es wird erwartet, dass das Unternehmen Arbeitsplätze für mehr als 1.000 Menschen schaffen wird, und mehrere tausend weitere werden am Bau beteiligt sein. Quellen sagen, dass die Entscheidung, Magdeburg als Standort für den Bau der Intel-Anlage auszuwählen, Ende nächster Woche bekannt gegeben wird. Einigen Schätzungen zufolge müssen mehrere zehn Milliarden Euro in die Entwicklung der lokalen Infrastruktur und den Aufbau eines Unternehmens investiert werden. Ein Teil der Mittel kann in Form von Zuschüssen der europäischen Behörden bereitgestellt werden, die bis 2030 rund 43 Milliarden Euro für entsprechende Bedürfnisse ausgeben wollen.
2022-02-23 11:30:38
Autor: Vitalii Babkin