Private Raumfahrtunternehmen haben von der NASA Vorschläge für zwei lukrative Verträge erhalten, um Sätze von Spezialwerkzeugen zum Mond zu liefern. Die erste Mission heißt „Lunar-VISE“ und soll die Kuppeln von Grutheusen erkunden. Die zweite heißt "LEIA" und widmet sich der Untersuchung der Auswirkungen geringer Schwerkraft auf die DNA.
Die Kuppeln von Grutheusen sind zwei Hügel am Rande des gleichnamigen Kraters, die die charakteristische Form einer regelmäßigen Halbkugel mit 20 km Durchmesser und 1,5 km Höhe haben. Die Modellierung zeigte, dass, wenn dies auf der Erde passieren würde, die Kuppeln mit hoher Wahrscheinlichkeit aus siliziumreichem Magma bestehen würden. Diese Art von Gestein entsteht jedoch nur in Gegenwart von Wasser und tektonischer Aktivität, die auf dem Mond nicht beobachtet wird. Daher ist das Interesse der Wissenschaftler an den Kuppeln von Grutheusen außerordentlich groß.
Im Rahmen der Lunar-VISE-Mission soll ein Lander mit einem Mondrover zum Krater Grutheizen gebracht werden. Jedes Raumfahrzeug verfügt über einen separaten Satz von Instrumenten zur Untersuchung der Mondoberfläche und des Mondbodens. Lunokhod muss innerhalb von 10 Tagen auf die Spitze der Kuppel klettern, um dort Bodenproben zu entnehmen.
Die Aufgabe der LEIA-Mission besteht darin, Experimente zum Züchten von Hefekulturen unter den Bedingungen der geringen Schwerkraft des Mondes durchzuführen. Außerdem gibt es auf unserem Satelliten keine Atmosphäre, und daher ist der Einfluss der Sonnenstrahlung stark. Wissenschaftler wollen wissen, zu welchen DNA-Schäden dies führt und ob ein lebender Organismus damit fertig wird. Beide Missionen sind für 2026 geplant.
2022-06-06 14:14:37
Autor: Vitalii Babkin