Die NASA hat ihren neuesten Erdbeobachtungssatelliten ins All geschickt. Die Raumsonde erhielt den Namen Landsat 9. Sie ist der Nachfolger der Landsat-Familie, deren Vertreter seit 1972 Informationen über unseren Planeten sammeln. Landsat 9 wurde am 27. September um 21:12 Uhr Moskauer Zeit von einer ULA Atlas V-Rakete von der Vanderberg Space Base in Kalifornien in die Umlaufbahn gebracht. Es ist bemerkenswert, dass dies der zweitausendste Start von dieser Basis aus ist.
Der Satellit wurde unter günstigen Bedingungen gestartet. Das Gerät trennte sich wie geplant etwa 80 Minuten nach dem Start von der Trägerrakete. Der Start war für den 16. September geplant, verzögerte sich jedoch aufgrund der hohen Nachfrage nach verflüssigtem Sauerstoff zur Behandlung von COVID-19-Patienten um eine Woche. Die NASA war für die Entwicklung und den Start von Landsat 9 verantwortlich, obwohl das US Geological Survey den Satelliten betreiben und die daraus gewonnenen Daten verarbeiten wird.
Die Mission im Wert von rund 750 Millionen US-Dollar ist die neunte im Landsat-Programm und wird wie alle vorherigen weiterhin als Landüberwachungsprogramm dienen. Landsat 9 wird den alten Landsat 7 ersetzen, der 1999 eingeführt wurde, und wird mit Landsat 8 gepaart, der 2013 eingeführt wurde. Satelliten werden alle acht Tage die gesamte Erde vermessen.
Landsat 9 wird schließlich seine vorgesehene Umlaufbahn erreichen, die in einer Höhe von 705 km über die Pole unseres Planeten führen wird. Der Satellit ist mit zwei wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet – Operational Land Imager 2 (OLI-2) und Thermal Infrared Sensor 2 (TIRS-2) – die in der Lage sind, winzige Veränderungen in Seen, Flüssen, Wäldern und Meeren auf der ganzen Welt durch Lichtanalyse zu erkennen vom Planeten reflektiert. Laut Wissenschaftlern ist Landsat das kostengünstigste Programm im Bereich der Geowissenschaften. Landsat 8 und Landsat 9 helfen Ihnen dabei, das Stadtwachstum, die Waldbedeckung und den Gletscherrückgang sowie eine Reihe anderer Naturphänomene zu verfolgen. Landsat-Satelliten nehmen seit 1972 Bilder des Globus auf und liefern Forschern aus der ganzen Welt eine kontinuierliche Aufzeichnung von Daten über die Ökosysteme des Planeten.
Bemerkenswert ist, dass der heutige Start den 145. Flug von Atlas V markierte. Neben Landsat 9 beförderte die Rakete vier winzige Cubesats ins All, die auch für Forschungszwecke genutzt werden sollen. Der heutige Flug ist der 2.000ste Start von Vandenberg seit 1958. Am 16. Dezember 1958 wurde von dieser Basis eine Thor-Rakete gestartet. Vandenberg wird hauptsächlich für Polarstarts verwendet, die auf steil geneigte Umlaufbahnen abzielen.
2021-09-28 01:48:00
Autor: Vitalii Babkin