Vor einiger Zeit verbreitete sich im Internet die Information, dass Wissenschaftler Beweise für die Existenz eines Paralleluniversums gefunden haben, in dem die Zeit in die entgegengesetzte Richtung fließt. Ist es wahr?
In einem seiner Artikel beschrieb NewScientist die Forschungen der NASA in der Antarktis. Wissenschaftler starteten einen Ballon mit mehreren Antennen, um über eine Million Quadratkilometer zu scannen. All dies wurde getan, um hochenergetische Teilchen zu erkennen, die aus dem Weltraum ankommen.
Im Abstand von mehreren Monaten fanden Heißluftballonflüge statt. Beim ersten und zweiten Versuch wurde nichts gefunden, aber beim dritten Versuch wurde entschieden, sich die zuvor erhaltenen Messungen genauer anzusehen. Somit wurde ein Signal detektiert, das die Existenz eines hochenergetischen Teilchens anzeigt. Die Wissenschaftler waren schockiert. Das detektierte Teilchen kam nicht von oben, sondern von unten. Als hätte die Erde es emittiert. Dies steht im Widerspruch zu früheren Theorien.
Seit mehreren Jahren versuchen Forscher, eine Erklärung für das entdeckte Phänomen zu finden. Laut NewScientist blieb nach dem Aufgeben vieler Hypothesen nur noch eine übrig. Das entdeckte hochenergetische Teilchen (Neutrino) kam aus der Erde, weil es sich in der Zeit zurückbewegte. Sie kam aus einem Paralleluniversum, das wie unseres durch den Urknall entstanden ist und in dem alles Kopf steht. Die Zeit läuft in die entgegengesetzte Richtung. Diese Erkenntnisse schienen erschreckend, aber wie sich herausstellte, hatten sie nichts mit der Wahrheit zu tun. Es gibt derzeit keine Beweise für diese Theorie.
Ibrahim Safa, einer der Autoren der Studie seltsamer antarktischer Neutrinos, kommentierte die Nachrichten, die das Internet überfluteten.
Wir betrachten diese ANITA-Ereignisse, und sie können keine Standard-Neutrinos sein. Sie sind wahrscheinlich das Ergebnis unserer unvollkommenen Kenntnisse über antarktisches Eis, aber es besteht auch die Möglichkeit, dass ein neues physikalisches Phänomen dafür verantwortlich ist.
Aus dem antarktischen Experiment folgt derzeit eine Gewissheit: Die Theorie des Standardmodells erklärt das seltsame Verhalten der nachgewiesenen Neutrinos nicht. Wie Safa sagte, sind die Ergebnisse der Forschungen von ANITA sicherlich interessant, aber wir sind noch weit davon entfernt, die Existenz einer neuen Physik zu entdecken, ganz zu schweigen von einem Paralleluniversum.
2021-11-01 03:34:57
Autor: Vitalii Babkin