Nach der Ankunft der Space Launch System (SLS)-Rakete und des Orion-Raumfahrzeugs für die Artemis-I-Mission auf der Startrampe 39B im Kennedy Space Center der NASA in Florida am 18. März schlossen Teams von Ingenieuren zahlreiche Teile der Bodenunterstützungsausrüstung an die Rakete und das Raumfahrzeug an , einschließlich des elektrischen Systems und des Kraftstoffsteuerungssystems, Umgebung, Luftkanäle und Rohrleitungen für kryogenen Kraftstoff.
Techniker starteten am 21. März zum ersten Mal erfolgreich alle Elemente des integrierten Systems vor Ort in Vorbereitung auf einen Probestarttest, der für den 1. bis 3. April geplant ist.
Derzeit werden technische Tests durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Systeme weiterhin wie geplant funktionieren und die Rakete und das Raumschiff nun richtig konfiguriert sind.
Darüber hinaus werden die Techniker in sich geschlossene Wetteranzüge oder SCAPE-Anzüge tragen, um die Notfallmaßnahmen vor Ort während des Auftankens und des Starts zu üben.
Sobald die Vor-Ort-Inspektionen nächste Woche abgeschlossen sind, wird das Team mit einer Vortestinspektion des Systems beginnen.
Die etwa zweitägige Startprobe wird die Fähigkeit des Teams demonstrieren, kryogenes oder ultrakaltes Treibmittel in die Rakete zu laden, einen Start-Countdown durchzuführen und die sichere Entfernung von Treibstoff auf der Startrampe zu üben.
Die NASA plant in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der israelischen Raumfahrtagentur (ISA), StemRad und Lockheed Martin die Durchführung des MARE-Experiments, das die Dosis ionisierender Strahlung messen und die Wirksamkeit des AstroRad testen wird Strahlenschutzweste bei Strahlungsbedingungen jenseits der erdnahen Umlaufbahn. Um die Besatzung vor Strahlung zu schützen, waren bisher vor allem spezielle Unterstände geplant, in denen Astronauten beispielsweise bei Sonneneruptionen Zuflucht suchen konnten. Bei der Verwendung von AstroRad-Westen handelt es sich um ein mobiles Strahlenschutzsystem.
Die Besatzungssitze werden zwei weibliche Dummys beherbergen, um die Strahlenbelastung während des gesamten Fluges zu beurteilen, einschließlich der Belastung durch Sonneneruptionen und kosmische Strahlung. Eine Schaufensterpuppe wird mit einer AstroRad-Weste ausgestattet, die andere bleibt ungeschützt. Dieses Experiment wird die Auswirkungen der Strahlung nicht nur auf die Körperoberfläche, sondern auch auf bestimmte innere Organe genau bewerten. Möglich wird dies durch mehrere passive und aktive Dosimeter, die an verschiedenen Stellen der anthropomorphen Dummys platziert sind.
Nach der Generalprobe werden die Ingenieure die Rakete und das Raumschiff zur Endkontrolle zurück in die Fahrzeugmontagehalle schicken, bevor sie die Artemis-I-Mission starten.
Die Artemis-I-Mission wird der erste kombinierte Test der superschweren SLS-Trägerrakete und des Orion-Raumfahrzeugs sein.
2022-03-24 10:43:07
Autor: Vitalii Babkin