Das Analyseunternehmen TrendForce hat seine Prognose zu den RAM-Kosten für die kommenden Quartale veröffentlicht. Ihr zufolge werden die Preise für RAM im vierten Quartal dieses Jahres sinken, und im nächsten Jahr wird ein spürbarer Rückgang erwartet.
TrendForce berichtet, dass die drei größten DRAM-Chipanbieter Samsung, SK hynix und Micron im nächsten Jahr ihre Auslieferungen um 17,9 % steigern werden. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach RAM um 16,3%. Es sei darauf hingewiesen, dass die Lagerbestände an RAM auch derzeit recht groß sind, so dass der Hauptfaktor für die Preissenkung die Verzögerung zwischen Angebot und Nachfrage sein wird.
Da die Kunden ihre DRAM-Einkäufe in der ersten Hälfte dieses Jahres als Reaktion auf Unterbrechungen der Lieferkette erhöhten, konnten DRAM-Hersteller besser als erwartete Lieferungen liefern und ihren Lagerbestand erheblich reduzieren. Diese Anbieter sind nun optimistisch, was den Anstieg der DRAM-Nachfrage aufgrund des wiederauflebenden Servermarktes angeht.
Samsung als führender DRAM-Hersteller wird voraussichtlich das schnellste Wachstum aufweisen. Es wird erwartet, dass das Unternehmen im Jahr 2022 19,6% mehr Speicherchips ausliefern wird als in diesem Jahr. Bei SK hynix wird erwartet, dass das Unternehmen seine Auslieferungen um 17,7 % steigern wird. Für Micron prognostizieren Analysten ein Wachstum von 16,3% im Jahr 2022. Von den taiwanesischen Anbietern wird erwartet, dass sie im nächsten Jahr einen begrenzten Beitrag zum Wachstum des DRAM-Marktes leisten werden.
Die Nachfrage nach DRAM-Modulen wird Analysten zufolge im Jahr 2022 um 16,3% wachsen. Die größten Abnehmer von DRAM-Chips sind die Hersteller von Smartphones, Servern und Laptops. Produkteinführungen in allen drei Kategorien werden durch einen Mangel an anderen Komponenten eingeschränkt, sodass eine explodierende Nachfrage nach DRAM-Chips unwahrscheinlich ist. TrendForce prognostiziert, dass die DRAM-Nachfrage bei Smartphone-Herstellern im nächsten Jahr um 3,5% steigen wird. Dieser Indikator weist auf einen eher schleppenden Trend hin, insbesondere wenn man bedenkt, dass in den Vorjahren das Wachstum mindestens 20 % betrug.
Die Einnahmen der DRAM-Hersteller werden voraussichtlich im Jahr 2022 unverändert bleiben, da die Angebotserhöhungen den allgemeinen Preisverfall ausgleichen. Ab diesem Jahr sagen Analysten voraus, dass der jährliche Gesamtumsatz der Branche 90 Milliarden US-Dollar übersteigen wird.
2021-10-13 18:36:04
Autor: Vitalii Babkin