Der französische Präsident Emmanuel Macron hat gestern einen Fünfjahres-Investitionsplan "Frankreich 2030" vorgestellt. Im Rahmen des Programms will die Regierung in den nächsten fünf Jahren 30 Milliarden Euro für eine Vielzahl innovativer Projekte ausgeben, darunter zukunftsweisende Ideen in der Kernenergie. Das Geld wird im nächsten Jahr ausgegeben, was auch als Teil von Macrons Vorbereitung auf die nächste Präsidentschaftswahl angesehen wird.
Das Ziel des staatlich finanzierten Frankreich-Plans 2030 sei es, das Wirtschaftswachstum in Frankreich in den nächsten zehn Jahren angesichts des wachsenden globalen Wettbewerbs mit China und den USA zu beschleunigen, zitierte Macron die Nachrichtenagentur AP.
8 Milliarden Euro werden für die Entwicklung von Energietechnologien bereitgestellt. Der Energiesektor in Frankreich ist zu 70 % von Kernkraftwerken abhängig, daher ist dieser Bereich für das Land äußerst wichtig und dient als Grundlage für alle wirtschaftlichen Aktivitäten. Die meisten dieser Mittel werden für die Entwicklung und den Bau kleiner modularer Kernreaktoren verwendet. Diese Reaktoren sind schneller zu bauen, einfacher zu betreiben und können bei Bedarf inkrementell skaliert werden, während sie gleichzeitig als Puffer für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen dienen.
Um den Fokus auf Kernenergie abzuschwächen, kündigte das Innovationsprogramm Investitionen in grüne Wasserstoffenergie an. Zwar werden französische Kernkraftwerke einen bedeutenden Anteil an der Produktion von Wasserstoff haben, während früher grüner Wasserstoff als Bereich der erneuerbaren Energiequellen aus Sonne und Wind galt. Bis 2030 verspricht Macron, Frankreich zu einem führenden Anbieter von grünem Wasserstoff zu machen. Für diese und verwandte Zwecke werden Fördermittel in Höhe von 4 Milliarden Euro (4,6 Milliarden US-Dollar) bereitgestellt.
Zwei separate, aber interessante und ohne jegliche Detailangaben enthaltene Punkte des Investitionsplans „Frankreich 2030“ sind Aussagen über die zukünftige Entwicklung eines kohlenstoffarmen Flugzeugs und einer wiederverwendbaren Trägerrakete.
2021-10-13 14:00:57
Autor: Vitalii Babkin