China hat nach offiziellen Angaben erfolgreich eine Rakete mit dem Militärsatelliten Shijian-21 an Bord gestartet, die "Technologie zur Verhinderung von Weltraummüll" testen soll. Nach Angaben der China Aerospace Science and Technology Corporation war der Start ein "voller Erfolg".
Nach Angaben von Vertretern der chinesischen Weltraumbehörde wurde der Satellit in die vorgesehene Umlaufbahn gebracht. In diesem Fall wird nicht angegeben, welche Umlaufbahn gemeint ist. Experten zufolge sprechen wir von einer geosynchronen Transferbahn.
Die erste Phase der militärischen Weltraummission wurde vor dem Hintergrund einer globalen Bewegung durchgeführt, die darauf abzielte, die Menge an Weltraummüll zu reduzieren und "aktive" Technologien zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung im nahen Weltraum zu entwickeln. So arbeiten beispielsweise Northrop Grumman und das Startup Privateer von einem der Gründer von Apple Steve Wozniak bereits an entsprechenden Projekten.
Chinas Interesse an diesem Bereich ist verständlich. Im März wurde einer der chinesischen Satelliten zerstört, vermutlich durch ein Fragment einer alten Rakete. Die Weltraumstrategie der VR China wirft jedoch Fragen auf – die Führung der NASA berichtete kürzlich, dass China im Mai absichtlich eine große Rakete unkontrolliert auf die Erde fallen ließ.
Es wird erwartet, dass der militärische Charakter der Mission verstärkte Aufmerksamkeit seitens der internationalen Gemeinschaft erregt. Der Kampf gegen Weltraummüll beinhaltet immer den Einsatz von Dual-Use-Technologien, und es ist noch nicht sicher bekannt, welche Weltraumobjekte in der VR China als Müll gelten.
2021-10-28 16:34:59
Autor: Vitalii Babkin