SpaceX hat sein Starlink-Internet lange als eine Lösung angepriesen, die Menschen aus den entlegensten Winkeln der Welt verbinden kann. Jetzt ist der Breitband-Satellitenzugang in der amerikanischen Antarktis-McMurdo-Station erschienen - einer der abgelegensten menschlichen Siedlungen der Erde.
McMurdo arbeitet im Rahmen des Antarktisprogramms der Vereinigten Staaten (USAP). Die US National Science Foundation kündigte den Starlink-Test eines kürzlich auf der Station installierten Terminals an – dies wird Wissenschaftlern eine erhöhte Bandbreite bei der Kommunikation mit ausländischen Kollegen bieten.
Die Nutzung des Starlink-Internets in der Antarktis war ein wichtiger Meilenstein für SpaceX – jetzt ist die Kommunikation des Unternehmens auf allen sechs Kontinenten präsent, und in solch abgelegenen Regionen wird sie vom „Laser“-Kommunikationsnetz des Betreibers bereitgestellt. SpaceX hat bereits über 3.200 Satelliten in die erdnahe Umlaufbahn gebracht. Es ist bekannt, dass das Unternehmen von der amerikanischen Regulierungsbehörde die Erlaubnis erhalten hat, weitere 12.000 Satelliten zu starten, und bei der internationalen Regulierungsbehörde einen Antrag auf Start weiterer 30.000 in den Orbit gestellt hat.
Ab dem nächsten Jahr soll die Einführung einer neuen Generation von Satelliten – Starlink Version 2 – beginnen, die größer und produktiver als die bereits im Orbit vorhandenen sind. Laut SpaceX-Gründer Elon Musk sollen die neuen Geräte eine direkte Interaktion mit herkömmlichen Smartphones ermöglichen. Insbesondere wurde kürzlich berichtet, dass SpaceX eine Vereinbarung mit dem amerikanischen Mobilfunkbetreiber T-Mobile getroffen hat, um einen solchen Dienst im Rahmen des Projekts „Coverage Above and Beyond“ bereitzustellen.
Der Erfolg von Starlink ist entscheidend für die langfristigen Ziele von SpaceX, sagte Musk, da die Einnahmen aus der Satellitenkonstellation zur Finanzierung des Starship-Projekts beitragen, dem Bau eines Schiffs, das zum Mond und zum Mars fliegen soll. Außerdem soll Starship dazu dienen, die Starlink-Satelliten selbst in die Umlaufbahn zu bringen.
Allerdings garantiert auch das Vorhandensein eines Starlink-Terminals nicht immer eine stabile Verbindung. Ende letzten Monats wurde ein weltweiter Ausfall der Satellitenkommunikation des Unternehmens registriert, der mehrere Stunden andauerte.
2022-09-15 12:51:40
Autor: Vitalii Babkin