Viele Analysten glaubten immer noch, dass Apple den Trend von Smartphones mit flexiblem Display nicht auf unbestimmte Zeit ignorieren könne und irgendwann in ein paar Jahren eine Version des iPhones mit einem konvertierbaren Gehäuse vorstellen werde. Die Experten von CCS Insight sind zuversichtlich, dass das Unternehmen mit der iPad-Familie erste Schritte in diese Richtung gehen und ein Tablet mit flexiblem Display für sein Debüt im Jahr 2024 vorbereiten wird. Die gesammelten Erfahrungen werden es dem Unternehmen ermöglichen, das iPhone mit einem flexiblen Display weiter herauszubringen.
Laut Experten von CCS Insight, deren Kommentare von CNBC zitiert werden, macht es für Apple wenig Sinn, nächstes Jahr ein iPhone mit flexiblem Display herauszubringen. Die Ankündigung eines solchen Geräts birgt im aktuellen Umfeld zu viele Risiken. Erstens sollte ein solches Smartphone deutlich teurer sein als bestehende iPhone-Modelle – tatsächlich sollte der Preis bei 2.500 US-Dollar liegen, um den Verkauf traditioneller Smartphones nicht zu beeinträchtigen, die im Fall des iPhone 14 Pro Max 1.599 US-Dollar kosten.
Zweitens: Sollte Apple bei der Entwicklung eines iPhones mit flexiblem Display auf technische Schwierigkeiten stoßen, würde dies dem Image des Unternehmens erheblichen Schaden zufügen. Andererseits kann Apple den Trend zu flexiblen Displays nicht ignorieren, sodass es möglicherweise sicherer ist, wenn die Technologie mit einer entsprechenden Version des Tablets debütiert. Dies würde gleichzeitig das Interesse an Tablet-Computern als solchen wiederbeleben. Frühe Prognosen von Display Supply Chain erwähnten die Möglichkeit eines iPhones mit flexiblem Display frühestens 2025, aber nebenbei wurde Apples Interesse an entsprechenden Geräten mit einer Bildschirmdiagonale von etwa 20 Zoll betont. Theoretisch könnte das Unternehmen flexible Displays im Notebook-Segment einsetzen.
CCS Insight prognostiziert außerdem, dass Apple das Modem bis 2025 in iPhone-Prozessoren integrieren kann und Geräte dieser Serie mit nativer Unterstützung für 5G-Netzwerke ausstattet. Bereits 2019 kaufte Apple das Entwicklungsgeschäft für mobile Modems von Intel, aber bisher sind die Früchte der Arbeit der entsprechenden Spezialisten nicht in den Produkten des ersten Unternehmens angekommen. Experten gehen davon aus, dass Apple-Smartphones auch im nächsten Modelljahr auf den Einsatz von Qualcomm-Modems setzen werden. Die Beziehung von Apple zu letzterem kann nicht als reibungslos bezeichnet werden, und aus Sicht des Unternehmens Cupertino ermöglicht die vertikale Integration eine Kostenoptimierung, sodass die Frage des bevorstehenden Erscheinens von Apples eigenen Modemlösungen sicherlich auf der Tagesordnung steht. Basierend auf den Prognosen von CCS Insight wird das Unternehmen frühestens 2025 in der Lage sein, Modems in die eigenen Prozessoren für das iPhone zu integrieren.
2022-10-18 10:02:01
Autor: Vitalii Babkin