Eine Gruppe von Ingenieuren am Massachusetts Institute of Technology (MIT) unter der Leitung des Doktoranden Mustafa Doga Dogan hat eine Alternative zu den heute allgegenwärtigen Barcodes und QR-Codes entwickelt. In der neuen Version werden InfraredTags mit einem 3D-Drucker auf verschiedene Objekte aufgebracht und bleiben mit bloßem Auge unsichtbar.
Der Leiter des Forschungsteams sagte, die Idee zu der Erfindung sei ihm gekommen, als er von einem neuen Smartphone mit Infrarotkamera hörte. Grundlage der Erfindung ist ein für den 3D-Druck vorgesehenes Kunststoffmaterial, das Infrarotlicht durchlässt, im sichtbaren Bereich jedoch undurchsichtig bleibt. Es werden zwei Optionen zum Erstellen von Grafikcodes unter Verwendung dieser Technologie vorgeschlagen.
In der ersten Version wird der Wechsel von Nullen und Einsen des Binärcodes über die Dicke des Kunststoffs verschlüsselt. Die zweite Möglichkeit beinhaltet die Verwendung von zwei Kunststoffarten in einem Code: transparent und opak im Infrarotbereich. Der Autor des Projekts hält die zweite Option für vorzuziehen, da das Bild mit einer kostengünstigen (20 US-Dollar) Infrarotkamera gelesen wird und die Verwendung von zwei Arten von Kunststoff einen höheren Bildkontrast bietet.
Ingenieure brachten InfraredTags-Grafikcodes auf der Tasse und dem Router an – je nach Blickwinkel können Sie den Netzwerknamen oder das Passwort lesen. Außerdem demonstrierten die Entwickler einen Prototypen eines Gamecontrollers: Er hat die Form eines Pucks, auf dessen Oberfläche ein grafischer Code aufgebracht ist, durch geometrische Verzerrungen lässt sich bestimmen, um welchen Winkel dieser Controller gedreht wird.
In der Praxis können InfraredTags-Codes auf verschiedenen Geräten verwendet werden, die von Smartphones aus gesteuert werden; sie können auch in Verbindung mit einer Augmented-Reality-Brille arbeiten, beispielsweise bei der Warenauswahl im Einzelhandel.
2022-01-30 13:49:25
Autor: Vitalii Babkin