Der Large Hadron Collider (LHC), der nach der Modernisierung seine Arbeit wieder aufgenommen hat, wird auf eine Rekordenergie von 13,6 Billionen Elektronenvolt (TeV) „übertaktet“. Mehr als drei Jahre Arbeit an der Aktualisierung der Software- und Hardwarekomponenten werden es dem weltweit leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger ermöglichen, etwa 4 Jahre lang weiterzuarbeiten, was ein bisher unerreichtes Potenzial für neue Entdeckungen bietet.
Das von der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) beaufsichtigte Projekt läuft laut Interfax seit April, soll aber sukzessive auf maximale Leistung gebracht werden – die LHC-Maschine und ihre Injektoren werden in Betrieb genommen, um mit neuer Hochintensität zu arbeiten Strahlen mit erhöhter Energie.
Dadurch können Wissenschaftler die Natur des Higgs-Bosons "mit beispielloser Präzision durch neue Kanäle" effektiver erforschen. Darüber hinaus werden sie die Möglichkeit haben, andere bisher unzugängliche Prozesse zu untersuchen und die Genauigkeit der Messungen zu verbessern, um dringende Probleme wie die Natur der „Asymmetrie“ des Vorhandenseins von Materie-Antimaterie im Universum anzugehen. Darüber hinaus werden die Eigenschaften von Materie bei extremer Temperatur und Dichte untersucht und eine Suche nach „Kandidaten“ für dunkle Materie durchgeführt, sowohl durch direkte Suche als auch durch präzise Messungen der Eigenschaften bereits bekannter Teilchen.
Laut CERN-Daten wird eine weitere Untersuchung der Higgs-Bosonen und insbesondere der Möglichkeit ihres Zerfalls in Teilchen der Dunklen Materie erwartet. Im Rahmen des Programms zur Untersuchung von Schwerionenkollisionen ist geplant, Quark-Gluon-Plasma zu untersuchen, eine Substanz, die angeblich 10 Sekunden nach dem Urknall existierte, wodurch nach dem modernen wissenschaftlichen Modell das Universum entstand gebildet.
2022-07-05 13:08:59
Autor: Vitalii Babkin