Showa Denko aus Japan, der weltweit größte unabhängige Hersteller von magnetischen Festplatten aus Aluminium, hat eine Vereinbarung mit Seagate zur Entwicklung magnetischer Medien der nächsten Generation bekannt gegeben. Showa Denko soll Seagate dabei helfen, sich 3,5-Zoll-Laufwerken mit Kapazitäten von bis zu 80 TB anzunähern. Aber das wird nicht so schnell passieren.
Die Partner wollen hochdichte Träger auf Basis einer solchen magnetischen Beschichtung wie einer Legierung aus Eisen und Platin (FePt) herstellen. Die aktuellen HAMR-Festplatten (Hot Spot Recording), die Seagate Anfang dieses Jahres an Kunden ausgeliefert hat, verwenden ebenfalls eine magnetische FePt-Legierung. Seagate verwendet bei diesen Modellen zwar Glasplatten und nicht Aluminium, auf das sich Showa Denko in den letzten Jahren spezialisiert hat.
Laut dem japanischen Unternehmen Hoya, einem Hersteller von Glasplatten für Festplatten, ist es möglich, die Aufnahmedichte auf der HDD nur auf Glasplatten weiter zu erhöhen, dafür eignen sich Aluminium-"Pancakes" nicht. Es wird interessant sein, ob Showa Denko die HAMR-Technologie an seine Aluminiumrippen anpassen kann und damit die Behauptung eines Mitbewerbers widerlegt.
2021-06-10 18:32:33
Autor: Vitalii Babkin