Laut Nikkei stellt die japanische Regierung für das Geschäftsjahr 2021 rund 5,2 Milliarden US-Dollar aus dem zusätzlichen Budget des Landes zur Unterstützung fortschrittlicher Halbleiterhersteller bereit. Etwa 3,5 Milliarden US-Dollar sollen in ein neues TSMC-Werk in Japan investiert werden. Die restlichen 1,7 Milliarden US-Dollar werden für den Bau neuer Micron- und Kioxia-Werke verwendet, deren Projekte derzeit anhängig sind.
Anfang des Monats kündigte TSMC an, mit Sony in Japan eine Halbleiterfertigungsstätte aufzubauen. Die Kosten des gesamten Projekts werden etwa 7 Milliarden US-Dollar betragen, es stellt sich also heraus, dass etwa die Hälfte davon von der japanischen Regierung getragen wird.
Im Gegenzug erwarb Micron zuvor Elpida Memory in der Präfektur Hiroshima im Westen Japans, wo es DRAM-Chips herstellt. Das Unternehmen hat mit den Regierungen verschiedener Länder, darunter Japan, Gespräche über Investitionen in die Produktion geführt und nun wird das Geld zugewiesen. Und Kioxia besitzt eine führende NAND-Flash-Fabrik in Japan. Das Unternehmen baut eine neue Fabrik in Yokkaichi. Es wird 2022 mit den Arbeiten beginnen. Kioxia plant außerdem, mit dem Bau einer neuen Fabrik in Kitakami City zu beginnen, die bereits 2023 in Betrieb gehen soll. Das zusätzliche Geld für die Entwicklung des Unternehmens wird also auch nützlich sein.
Der 5,2 Milliarden US-Dollar teure Fonds wird über mehrere Jahre hinweg subventioniert. Die Unternehmen erhalten staatliche Unterstützung unter der Bedingung, dass sie die Chipproduktion angesichts bestehender Engpässe erhöhen, da die japanische Regierung hofft, im Inland eine stabile Versorgung mit Chips aufzubauen.
Vor dem Hintergrund steigender Investitionen in Rechenzentren wird in Japan mittel- und langfristig eine steigende Nachfrage nach Speicherchips erwartet. Das Industrieministerium des Landes sagte, dass "die Sicherung einer stabilen Versorgung mit Halbleitern derzeit das wichtigste Thema der nationalen Sicherheit ist".
2021-11-24 05:32:52
Autor: Vitalii Babkin