Das amerikanische Unternehmen General Atomics Aeronautical Systems berichtete, dass es dem unbemannten Luftfahrzeug Avenger zum ersten Mal gelang, mehrere Ziele mit dem Lockheed Martin Legion Pod-Visier- und Aufklärungssystem zu erkennen und zu verfolgen.
Das Aufspüren und Verfolgen von Luftzielen durch Flugzeuge oder Drohnen ist ein Standardverfahren, aber normalerweise wird dafür Radar verwendet. Dies ist eine ziemlich effektive Lösung, aber es ist nicht immer möglich, das Radar zu verwenden. Zum Beispiel muss es ausgeschaltet werden, um seine Position nicht zu finden, außerdem kann das Radarsignal natürlichen oder gewollten Störungen unterliegen.
Um dieses Problem zu lösen, entwickelte Lockheed Martin das Legion Pod Sicht- und Aufklärungssystem, das bereits bei F-16- und F-15C-Jägern eingesetzt wurde. Das 2,5 m lange Gerät mit 41 cm Durchmesser ist mit einem IRST21 Passiv-Infrarot-Sensor ausgestattet, der das aktive Radar ersetzt. Durch die Erkennung von Infrarotstrahlung verarbeitet das System die Daten und verfolgt externe Ziele.
Der Legion Pod ist mit Standardschnittstellen ausgestattet, sodass für die Installation im Flugzeug keine größeren Änderungen erforderlich sind. Die Integration in die Avenger-Drohnensoftwareplattform dauerte nur drei Monate. Die Interoperabilität des Systems mit der Drohnenplattform wird durch den System-Messaging-Standard Open Mission Systems (OMS) gewährleistet, was zu einer schnellen und kostengünstigen Installation führt.
Während des Testflugs entdeckte Avenger mehrere Flugzeuge, die sich mit hoher Geschwindigkeit bewegten, analysierte die Verfolgungsdaten und war in der Lage, eine Reihe von Manövern durchzuführen, die erforderlich sind, um Ziele zu bekämpfen.
„Dieser Flug demonstriert die besonders wertvollen Sensorfunktionen, die es unbemannten Kampfflugzeugen wie der Avenger ermöglichen, bei kombinierten Waffenoperationen autonom zu operieren“, kommentierte Dave Belvin, Vizepräsident von Lockheed Martin.
2021-08-15 15:56:45
Autor: Vitalii Babkin