Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre Bereitschaft angekündigt, Tausenden von Evakuierten eine vorübergehende Unterkunft zur Verfügung zu stellen
Der Sprecher des Außenministeriums, Ned Price, sagte am Freitag, dass Bahrain, Deutschland, Dänemark, Italien, Kasachstan, Kuwait, Katar, Tadschikistan, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate, das Vereinigte Königreich und Usbekistan bereits dem Transit von Amerikanern und Staatsbürgern beigetreten sind oder bald daran teilnehmen werden anderer Länder aus Kabul.
Laut Reuters haben Deutschland und eine Reihe von Ländern im Nahen Osten ebenfalls zugestimmt, aus Kabul evakuierte Personen vorübergehend aufzunehmen.
Nach Angaben der Agentur starteten am Freitag die Evakuierungsflüge aus Kabul sechs Stunden lang nicht, weil sie nirgendwo hinfliegen konnten: Der Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid in Katar war überfüllt - dort sind bereits 8000 Evakuierte.
Die Flüge wurden nun wieder aufgenommen.
Die meisten Evakuierungsflüge werden laut Ned Price von Kabul nach Katar und dann in eines der oben genannten Länder gehen. Er fügte hinzu, dass eine Reihe von Ländern ihre Hilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen aus Afghanistan angeboten haben.
Konkret haben die Vereinigten Arabischen Emirate auf Ersuchen der Vereinigten Staaten zugestimmt, 5.000 evakuierte Afghanen für 10 Tage aufzunehmen.
Bundesaußenminister Heiko Maas sagte, Berlin habe sich mit Washington darauf geeinigt, Flüchtlingen auf dem Luftwaffenstützpunkt Ramstein vorübergehend Asyl zu gewähren.
Wir erinnern daran, dass die Vereinigten Staaten derzeit vor dem Hintergrund der Machtergreifung in Afghanistan durch die Taliban an der Evakuierung von US-Bürgern und mit ihnen zusammenarbeitenden Afghanen beteiligt sind.
Laut Medienberichten bleibt die Lage am und um den Flughafen Kabul angespannt.
2021-08-22 08:35:52
Autor: Vitalii Babkin